Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel 2020 – Szenarien für eine andere demokratische Gesellschaft im beginnenden 2. Jahrtausend n. Chr. – Lokale Autonomie oder kommunale Selbstverwaltung

4. Lokale Autonomie oder kommunale Selbstverwaltung

Die kommunale Selbstverwaltung ist meiner Meinung nach ein echter Exportschlager der Bundesrepublik Deutschland, die bekanntermaßen ja ein föderales Staatssystem darstellt. Und dieser Föderalismus ist auch, um es gleich zu Beginn dieses Artikels zum Ausdruck zu bringen, eine wichtige Voraussetzung für die kommunale Selbstverwaltung. Es gibt momentan keine Dreiteilung des Staatenaufbaus, also Bund-Land-Gemeinden, in Deutschland. Vielmehr handelt es sich bei der Gemeindeebene um eine mittelbare Landesverwaltung. Genau diese Tatsache hat auch dazu geführt, dass viele Gemeinden inzwischen übermäßig verschuldet sind, denn in den letzten Jahren wurden mehr und mehr Aufgaben von der Landes- auf die Gemeindeebene verlagert, ohne dass für die zusätzlichen Aufgabenstellungen die entsprechenden notwendigen Finanzmittel zur Verfügung gestellt wurden. Und das, obwohl es klare gesetzliche Regelungen dazu gibt und das von höchsten Gerichten (z. B. unter dem Suchbegriff Konnexität). Leider ist es immer noch so, dass sich die Landesregierungen nicht in der Lage sehen, die von ihnen auf Gemeindeebenen verlagerten Aufgaben vollständig finanziell auszugleichen. Das hat unterschiedliche Gründe; wichtig ist, dass die Länder gesetzlich aber zu einem vollständigen Kostenausgleich gezwungen sind. Natürlich liegt es dann auch an den Gemeinden selbst, wenn sie nicht gegen diesen Rechtsbruch klagen, denn schließlich sind sie es ja letzten Endes, die in der Folge des Ausbleibens der Konnexität und damit ohne eigenes Verschulden in eine immer aussichtslosere finanzielle Situation manövriert werden. Erst unlängst (14.2.2012) hat der Landkreis Neuwied in Rheinland Pfalz in dieser Angelegenheit ein spektakuläres Urteil des obersten Gerichtes in dieser Angelegenheit, dem Verfassungsgerichtshof Rheinland Pfalz,  errungen (VGH N3/11). Das Gericht gab dem Land in seinem Urteil bis zum Jahr 2015 Zeit, um dann dafür Sorge zu tragen, dass die Kommunen – hier also der Landkreis Neuwied – wieder zu einem ausgeglichenen Haushalten gelangen. Man wird also sehen ob das so ausgeführt wird.
Im gegebenen Kontext möchte ich jetzt aber nicht das Thema deutsche kommunale Selbstverwaltung vertiefen. Dazu gibt es mehr als ausreichend Literatur für Interessierte, um sich darüber eingehend zu informieren.
Hier soll vielmehr die auf Wohn- und Lebensgemeinschaften, eben Kommunen, eingegangen werden, die im Sinne einer Vernetzung zusammen mit den hier dargestellten vier weiteren Vorgehensweisen, eine neue, andere demokratische Gesellschaft initiieren können. Der Paradigmenwechsel ist in diesem Kontext konkret der, dass man die Wertigkeit im bestehenden föderalen System völlig verändert.
Es wären demzufolge nicht länger die Länder und der Bund, die das Sagen haben, sondern die Menschen in den Kommunen. Denn in den Kommunen leben und arbeiten alle Menschen und von den Zuständigkeitsgebieten der Kommunen geht ein Großteil der Finanzmittel aus, die das gesamte System tragen. Momentan ist es so, dass die Ertragssteuern zwar ortsgebunden sind, aber dennoch nur der kleinste Teil bei den Orten ankommt. Das wird damit erklärt und gerechtfertigt, dass eine übergreifende Solidargemeinschaft bestehen soll, auch seitens der steuerlichen Einnahmen. Doch tut sie das wirklich?! Ich denke, Nein! Diese Art der Solidargemeinschaft, die die GründerInnen unserer Bundesrepublik Deutschland einst im Auge hatten, ist durch die „parteipolitischen Selbstbedienungsläden“ ad absurdum geführt worden. Die Parteien haben die gesamte Gesellschaft inzwischen institutionell und personell durchdrungen und wie ein Krebsgeschwür okkupiert und devastiert. Dieser Trend der Machtnahme durch parteipolitische Aktivitäten ist ubiquitär geworden und man bedient sich nachweislich ohne jeden Skrupel und unsolidarisch wie ein Parasit am Wirt an der Gesellschaft seitens der Parteien. Und genau dieses Phänomen ist auch einer der Gründe, dass ich mir Gedanken darüber mache, wie kann man es denn besser machen!?!
Ein wirklich guter Freund diskutiert zu diesem Thema regelmäßig mit mir und seine feste Überzeugung ist die, dass es kein besseres als das bestehende System gebe. Ich sehe das ganz anders. Es ist gibt stets etwas zu verbessern, auch und vor allem hinsichtlich der hier besprochenen inhaltlichen Tatbestände. Auch wenn ich ganz sicher niemanden versuche, davon zu überzeugen, so dokumentiere ich dennoch meine Gedanken dazu, denn ich glaube, dass die Zeit des Wechsels längst angebrochen ist.
Neuerdings können wir im Fernsehen einen guten Spruch in einer Autowerbung hören! „Es scheint immer unmöglich zu sein bis es jemand einfach macht!“
Richtig! So ist es.
Die Verstärkung und Sicherung der kommunalen Selbstverwaltung vor allem in Hinsicht auf die finanztechnischen und organisatorischen  Regelungen ist in der hier gestellten Kombination von Instrumentierungen für mich ein ganz wesentlicher Verbesserungsansatz im Sinne einer Verbesserung der demokratischen Gesellschaft. Die Kommunen bedürfen wieder, vor allem in diesem Kontext der Änderung der demokratischen Gesellschaft, als grundlegende Ausstattung einer fiskalischen, entscheidungsorientierten und rechtlich abgesicherten Aufwertung. Sie sind meiner Meinung nach das Zentrum allen gesellschaftlichen Geschehens, ganz gleich wo auf der Welt. Immer sind des die Kommunen selbst, die den Ort des gesellschaftlichen Geschehens darstellen. Folglich müssen es auch die Menschen als EinwohnerInnen sein, die über das Wohl und Wehe ihrer Gesamtgemeinschaft entscheiden und nicht andere Ebenen in einer sich immer weiter von dem Ort des Geschehens entfernenden repräsentativen Ebene. Wenn sich dann in der Folge die vernetzte und rechtlich fair geregelte Solidargemeinschaft der Kommunen dazu entschließt, sich eine Landes- und Bundesebene zu leisten, dann nur unter den hier dargelegten Prämissen, dass nämlich eine höchst mögliche Transparenz der Repräsentations- und Administrationsebenen ebenfalls rechtlich gesichert vorhanden ist. Im Großen wie im Kleinen! So möchte man dieses neue Funktionsprinzip zusammenfassend abstrahieren. Wenn auf der kommunalen Ebene z. B. Instrumente wie DEMIT eingesetzt werden, um die Entscheidungsabläufe transparent, nachvollzieh- und vor allem kontrollierbar zu machen, dann gilt das erst recht auf den nächsten höheren bis hin zu den höchsten Ebenen der neuen demokratischen Gesellschaft. Immer müssen die BewohnerInnen wissen, was wer wann und wie entscheidet. Wenn die betroffenen BürgerInnen dann noch abstimmen können, dann wäre das ein Fingerzeig in die vermeintlich richtige Richtung.
Sollte sich so ein System evolvieren lassen, dann gäbe es folglich auch keine staatlich relevanten Entscheidungen mehr hinter verschlossenen Türen, schon gar nicht in Angelegenheiten, die die BürgerInnen unmittelbar und mittelbar betreffen. Es sind die Orte des Geschehens also die Kommunen – die die höchste Betroffenheit aufweisen und sie stehen im Fokus der neuen demokratischen Gesellschaft, nicht länger die Repräsentanzen. Die Repräsentanzen haben bis dahin und dann erst recht nach einem Umbau etwaige Entscheidungsabläufe ebenso transparent und kontrollierbar darzustellen wie die Orte, die Kommunen selbst. Und somit wird auch das zur Zeit bestehende Prinzip des Melkens der Steuerzahlerkuh sich umkehren in ein Prinzip des Gebens und Gebietens von unten nach oben und nicht wie zur Zeit, eines lauen und drögen Almosen Verteilens von oben nach unten obwohl Unten Oben erst ermöglicht hat.
Und dieses Geben und Gebieten von unten nach oben ist nur möglich, wenn scharf und stringent dafür Sorge getragen wird, dass die hier genannten Instrumente zum Einsatz kommen und wenn die zentrale Funktionsfähigkeit der Kommunen allgemein akzeptiert und dann institutionell und rechtlich geschützt wird. Die „neuen“ Kommunen verwalten sich weitestgehend selbst und sie entscheiden mit Hilfe von internetbasierten Instrumenten über die Form und die Art und Weise ihrer Vernetzungen, z. B. hinsichtlich der Kommunikations- und Verkehrswege, der Ver- und Entsorgung, der schulischen und beruflichen Ausbildungsstandorte, der gemeinsamen und kooperativen Entwicklung von Gewerbe- und industriellen Standorten. Denzentralisierung steht dabei im Fokus und nicht mehr wie bis jetzt Zentralisierung. Damit werden auch die unseeligen Zentralisierungsentscheidungen der global agierenden Industrien unterbrochen und ins Abseits gerückt, denn sie sind fortan nicht mehr staatstragend. Die Risiken der internationalen Bankenlobby als staatstragende Pfeiler werden nichtig und über kurz oder lang obsolet, da dezentral wirksame Raiffeisen und Volksbanken wieder in den Mittelpunkt von Geldsystemen rücken. Zudem können sich diese Wertransfergesellschaften dann auch mit regionalen und überregionalen Werttauschsystemen beschäftigen, die im Rahmen dieser hier noch vereinfacht dargestellten kommunalen Selbstverwaltung zu so etwas wie „bedingtem Wachstum“ führen, um Mehrwerte zu generieren, die dann aber – im Gegensatz zum heutigen Geld- und Wertesystem – auf wirklichen und „begreifbaren“ Werten bestehen.
Dies ist ein Ansatz, nicht mehr, nicht weniger.

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Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel 2020 – Szenarien für eine andere demokratische Gesellschaft im beginnenden 2. Jahrtausend n. Chr. – Permakulturelles Design

5. Das permakulturelle Design

Um eine andere demokratische Gesellschaft zu etablieren, bedarf es m. E nicht nur der gesellschaftlich-politischen Selbstverwaltung. Für noch wichtiger halte ich die biologische Komponente, hier im speziellen die agroforstliche Nahrungsproduktion, um die Selbstverwaltung der Siedlungseinheiten auch hinsichtlich der Versorgungs- und Entsorgungsfunktionen selbständig zu machen. Dabei sollte bitte diese Selbständigkeit nicht als ein Kleinklein interpretiert werden, von wegen, dass viele selbständige Zellen entstehen sollten, also jeder so vor sich werkelt. Das wäre weder biologisch-ökologisch machbar, noch ist es hinsichtlich einer des wesentlichsten Komponenten aller Lebensgemeinschaften sinnvoll. Diese wesentlichste Komponente ist die Kooperation! Es gibt keine mir bekannten abgeschlossenen kleinsträumigen ökologischen Einheiten! Immer sind diese kleinen Einheiten mit größeren in Verbindung.
Insofern – wenn wir an einer anderen demokratischen Gesellschaft arbeiten wollen, dann sehe ich momentan kaum eine Alternative zu den hier vorgeschlagenen fünf wesentlichen Komponenten. Solltet Ihr, werte Leserschaft, andere bevorzugen, dann mal zu.
Ich kenne bis dato kaum eine Produktionsart für Nahrungsmittel, die sowohl den ökologischen als auch den demokratisch-gesellschaftlichen Zusammenhängen so entgegen kommt, wie die Permakultur nach Mollison u.ä.. Jede andere mir bekannte Produktionsweise devastiert über kurz oder lang die bestehenden ökologischen Mitwelten auf die eine oder andere Weise. Permakulturen im hier angesprochenen Kontext lassen im Gegensatz zu den konventionellen und an industriellen Maßstäben orientierten Landbewirtschaftungsweisen mehr zu als dass sie etwas verhindern. Damit will ich sagen, dass permakulturelle Landbewirtschaftung nach einer arbeitsintensiven Startphase dazu führt, dass sich in immer mehr Nischen neues Leben und damit neue Optionen für Ernährung für die das System pflegenden Menschen ergeben und dass die Biomasse insgesamt gesehen exponentiell zunimmt, was ja bekanntlich eines der Oberziele der permakulturellen Bewirtschaftungsweisen darstellt.
Keine mir bekannte Landnutzungsweise kann für stationäre wie auch für nomadische Gesellschaften so eine hohe Diversität an Nahrungsmöglichkeiten generieren wie die Permakultur nach Mollison und Fukuoka und vielen, vielen anderen. Und wie schon oben beschrieben, es gibt keine mir bekannte Landnutzungsweise, die auf vergleichsweise relativ einfache Weise so viele neuen Lebensnischen erzeugt und damit dazu beiträgt, dass sich auch andere Lebewesen von diesen Systemen ernähren Und so erreichen permakulturelle Designs gleichzeitig ihr zweites Ziel, die Sicherung und Verbreitung von Artengemeinschaften ins nahe bis mittlere Umfeld, die über die Zeit gesehen von einer zunehmenden Artendiversität profitiert.
Adulte Permakulturdesigns ermöglichen zudem etwas, was dem heutigen Menschen immer mehr genommen wird – Zeit! Oder anders ausgedrückt, der Mensch hat in solchen Permakulturdesigns eher KEINE Zeit mehr, im wahrsten Sinne des Wortes. Das heisst, wir Menschen können uns soviel Zeit nehmen wie etwas dauert, denn wir können uns dank solcher Permakulturdesigns aus unserer direkten Umgebung ernähren, und das auf sehr vielfältige und damit gesunde Art und Weise. Und je älter so ein System wird, desto mehr Erträge wirft es ab und desto geringer wird der damit verbundene Arbeitsaufwand, diese Ernten einzufahren. Und damit wächst der Anteil an Zeit für „Keine-Zeit-Haben“, also für kreative und regenerative Tätigkeiten. Und ich persönlich denke, das ist etwas, was für die Entwicklung einer neue und demokratischen Gesellschaft ungemein wichtig ist, denn Zeit haben, um Zuzuhören, Verstehen zu lernen, zu Diskutieren, zu Streiten, gemeinsam sich wieder durch gemeinschaftsorientierte Rituale und Feste zu versöhnen bildet die Grundlage für eine vielleicht friedfertigere Gesellschaft als die, die momentan dank der Waffen-, Chemie-, Energie-, oder einfacher gesagt, der Industrielobby mit ihrem vermaledeiten und alle Gemeinschaften aushöhlenden Wachstumswahn protegiert wird. Es ist nicht der Idealismus, der mich zu wolchen Worten bringt, sondern es ist die Vernunft. Eine Vernunft, die mir sagt, dass eine lebenswerte, weil zukunftssichernde und nachhaltige Lebensgemeinschaft, nur funktionieren kann, wenn wir erkennen, wo unsere Grenzen sind und wenn wir willentlich lebensvernichtende Abläufe unterbinden und femen. Der Umgang mit den Rohstoffen gehört deshalb zu den grundlegenden Faktoren einer neuen, demokratischen Gesellschaft und damit auch und gerade die Nahrungsmittelproduktion und die Rohstoffgewinnung für weiterverarbeitende Vorhaben.
Ein Permakulturdesign ist immer auf die jeweilige Situation angepasst und die Menschen, die diese Art der Gestaltung lernen, werden auch immer darum besorgt sein, wie man die modernen Kommunikations- und Austauschsysteme so verändern kann, dass sie nicht zur Vernichtung von anderen Lebenssystemen an anderen Orten unserer Erde beitragen. Permakulturdesigns beschäftigen sich immer mit der Genese, der Entwicklung unter Beachtung des grundlegenden Lebensprinzips, dass nichts von Ewigkeit ist und für immer lebt, sondern gerade ganz im Gegenteil, dass das Vergehen als Grundlage neuen Lebens einen Kreislauf darstellt, der, wird er unterbrochen, zur vollständigen Extinktion der Lebensgemeinschaften führen kann und führt. Dieses Wissen kann u.a. dazu beitragen, dass Permakulturdesigns auch in devastierten Lebensumgebungen dazu beitragen können, dass neue Stoffkreisläufe etabliert werden können, immer mit dem Ziel, dass sich nach und nach ausreichende Nutritionskreisläufe ergeben, die den dieses Systeme Etablierenden ein Überleben und einen gesunden Lebenslauf ermöglichen. Schon alleine dadurch können die energiefressenden Erzeugungs- und Transportzyklen der bestehenden letalen Industrieorientiertheiten  nach und nach abgeschafft werden, bzw. auf die allernotwendigsten Maße reduziert werden. Doch genau darum ist es momentan auch so überaus schwierig, diese „neue“ Orientierung umzusetzen, weil noch möchte jeder das neuste Telefon, den modernsten Fernseher und eine anscheinend nie nachlassende Versorgung mit Nahrungsmitteln aus aller Herren Länder, auch wenn diese Ist-Situation nachweislich zur Devastierung von Gesellschaften und Landschaften an anderen Stellen auf unserer Erde beiträgt.
Aus diesem Grund habe ich hier auch nicht die Permakultur an erster Stelle benannt, um eine neue, demokratisch Gesellschaft zu wagen, sondern an fünfter und letzter Stelle. Dennoch ist sie meiner Meinung nach von sehr hoher Bedeutung, denn wie schon Generationen vor uns wussten: Ohne Mampf – kein Kampf!
Das besondere Element des Permakulturdesigns besteht meiner Meinung vor allem darin, dass es leicht zu erlernen ist. Du brauchst nicht Landwirtschaft gerlernt zu haben, auch wenn das u. U. einer gewisse Beschleunigung Deiner persönlichen, permakulturellen Entwicklung zuträglich sein kann. Das einzige, was Du brauchst, ist, den Mut Erde, Pflanzen und Tiere anzufassen und Dich direkt mit Ihnen auseinanderzusetzen, indem Du sie „begreifst“. Du darfst bitte keine Angst davor haben, Dir die Hände schmutzig zu machen, denn ohne wird es nicht gehen, denn Du wirst sehr viel Pflanzen und Bauen und dazu benötigst Du die Zuversicht, dass Deiner Hände Werk Gutes bewirken wird.

Und wenn Du jetzt Lust bekommen hast, Dich mit Permakultur auseinanderzusetzen, dann schau´Dich um. Es gibt einige hundert Menschen, wenn nicht sogar einige tausend, die bereits auf dem Weg sind. Noch sind es oftmals Insellösungen. Doch selbst wenn, so sind es Orte, an denen Menschen versuchen, ein gutes Leben im Einklang mit der sie umgebenden Situation zu schaffen. Und eines kennzeichnet alle PermakulturistInnen – sie freuen sich über jede neue Pflanze, jeden neuen Impuls in ihrem Wirkungskreis. Sie denken darüber nach, wie sie mit den Prinzipien der Permakultur neue Ansiedlungsimpulse generieren können und sie sind ganz sicher eher demokratisch orientiert, was es Dir ermöglichen wird, neue Freunde zu gewinnen.

Seid gesegnet!

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Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel 2020 – Szenarien für eine andere demokratische Gesellschaft im beginnenden 2. Jahrtausend n. Chr. – Commercial-pool – International business direktory – Internationales Branchenverzeichnis

3. Commercial-pool – International business Directory – Internationales Branchenverzeichnis

In einer anderen demokratischen Gesellschaft werden, wie schon beschrieben, die Vernetzung kleiner und kleinster Netze sowie die Nachvollziehbarkeit bei den Entscheidungsfindungssystemen eine wichtige Rolle spielen. Zusammen mit dem nächsten Schwerpunkt und zwei weiteren bilden sie das Fundament für eine neue, andere demokratische Gesellschaft 2020.
Hier nun der dritte Schwerpunkt: ein internationales Branchenverzeichnis, das genau auf die Bedürfnisse einer internationalen und vernetzten demokratischen Welt zugeschnitten ist. Dieses Branchenverzeichnis heißt ausgeschrieben: commercial pool und firmiert im Internet unter www.com-pool.com.
Es ist eindeutig auf die Nachfragerseite zugeschnitten. Woran kann man das merken? Es ist so aufgebaut, dass die eintragende Institution schon kurz nach der Registrierung beginnen kann, das eigene Firmenprofil auszufüllen. Dieses wird nach der Verifizierung der Registrierung dann freigeschaltet. Fortan hat die Institution jederzeit die Möglichkeit, neue Beschreibungen zum Unternehmen einzustellen. Diese werden dann umgehend freigeschaltet. Dieser Sicherheitsmechanismus dient dazu, dass keine ungesetzlichen, diffamierenden u.ä. Einträge im System vorkommen können. Es bleibt also dem Unternehmen überlassen, seine werbenden, auf die avisierte Zielgruppe zugeschnittenen  Aussagen selbst einzutragen. Es ist also kein Service, der lediglich eine Plattform zur Verfügung stellt, sondern es ist ein Service, der die Verantwortlichen auffordert, sich so zu präsentieren, wie sie es für richtig halten und der dazu beiträgt, dass sich die vielen kleinen und kleinsten Aktionsformen miteinander vernetzen können – wenn sie es wirklich wollen. Das genau ist selbst heute, fast 20 Jahre nach Etablierung des Internets, KEINE Selbstverständichkeit. Ein Großteil der Institutionen sieht immer noch nicht, wie wichtig es ist, selbst aktiv zu werden im Internet. Immer noch tut ein Großteil so, als wäre die eigene Homapage oder ein FB-Account der Weisheiten letzter Schluss.  Vor allem im Kleingewerbe sind solche Branchenverzeichnisse anscheinend nicht bekannt oder werden gar verpönt. Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt 🙂
Ein solches Branchenverzeichnis dient dazu, dass sich die verschiedenen Akteure erstens schnell finden lassen, zweitens wird durch einen Eintrag das eigene Angebot besser beworben, da es einen beschreibenden Inhalt im Internet gibt, der sich in diesem Branchenverzeichnis findet. Drittens wird es den Institutionen selbst erleichtert, andere Anbieter schneller zu finden.
Damit ist com-pool.com ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil für die Vernetzung unserer kleinen und kleinsten Netze und deren AktivistInnen und AkteurInnen. Jede noch so kleine Aktivität, wie z. B. das Herstellen von T-Shirts, das Schweißen und Löten, Putzdienste, Einkaufsservices, RednerIn für verschiedene gesellschaftliche Anlässe und vieles mehr können für eine Vielzahl von Menschen im unmittelbaren und weiteren Umfeld von Bedeutung sein. Diese zu finden ist selbst heutzutage noch schwierig und wir schreiben das Jahr 17-20 nach Einführung des Internets in der Breite der postindustriellen Gesellschaften. Und woran liegt das? Es liegt u.a. daran, dass sich nach wie vor viele Menschen nur mit den plakativen Instrumenten im Internet beschäftigen, weniger aber damit, dass jedeR etwas anzubieten hat und sich folglich die richtigen Bereiche dazu suchen sollte. Sicherlich ist auch ein Grund, dass es solche Angebote wie com-pool.com bis dato noch nicht so häufig gibt. Meistens finden wir herkömmliche Branchenverzeichnisse, die  nur aus automatisiert eingepflegten Adressensammlungen bestehen und nicht aus individuellen, selbst angefertigten und dann eingetragenen Beschreibungen des jeweiligen Anbieters = Unternehmens.
Doch genau dort liegt hier der Fokus! Es ist das individuelle und spezifische Momentum, das den Unterschied ausmacht, denn es ist etwas anderes, wenn ich z. B. eine Suppenküche an der Hauptkreuzung in der Stadt XY anbiete oder nur meine Bezeichnung „Suppenküche“ mit der Firmenadresse in irgendeinem Branchenverzeichnis zu finden ist, in das meine Suppenküchenadresse Eingang fand durch automatisierte Adresseneinpflege. Das erstere hilft mir als Suppenküchenanbieter auf der Seitenstraßenkreuzung in der Stadt XY deutlich weiter, da sich ggf. Menschen, die jeden Tag an dieser Kreuzung zur Mittagszeit vorbeifahren jetzt wissen, dass ich zu der und der Uhrzeit an dem und dem Platz in der Stadt XY bin und meine Suppen verkaufen möchte. Und sie werden auch zu wissen bekommen, dass meine Suppenküche mobil ist und ich auch gerne meine Suppen auch bei Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und anderen Anlässen anbiete.
Und genau aus diesem Beweggrund wurde dieses Internetinstrument eines Branchenverzeichnisses auch so konzipiert wie es sich heute darstellt. Je mehr Dienstleistungen und Angebote aus dem nahen oder besser erreichbaren Umfeld zu finden sind, desto eher werde ich als Kunde auch neugierig darauf, dieses erreichbare Angebot zumindest in Augenschein zu nehmen. Vielleicht kaufe ich es auch, wenn mir die begleitenden Umstände zusagen!?!
Und deshalb ist es wichtig, dass die neue und andere demokratische Gesellschaft solche o.ä. Instrumente zur Hand hat. Vernetzung ist nicht alleine wegen des Informationsflusses von Bedeutung, sondern sie spielt eine sehr bedeutende Rolle vor allem beim Austausch von Produkten und Dienstleistungen. Je mehr ich weiß über die Produkte und Dienstleistungen aus meinem direkten Umfeld, je mehr ich als Anbieter mich persönlich auch bemühe, dass alle anderen Menschen in meinem erreichbaren Umfeld umfassende Kenntnisse zu meinen Angeboten erhalten, desto eher kann ich auch in absehbarer Zeit meine Angebote verkaufen und schaffe mir damit eine ökonomische Grundlage oder ich sichere sie durch Mehreinnahmen.
Noch bedeutsamer finde ich persönlich aber, dass sich die Menschen dadurch persönlich kennenlernen und vielleicht auch schätzen lernen und zudem die Idee dieser Art der „geschäftlichen“ Vernetzung weitergeben, denn warum sollte ich nicht auch Trommeln aus einer afrikanischen Region erwerben wollen oder gar Stoffe und Kleidungsstücke oder eben umgekehrt, die afrikanischen „UnternehmerInnen“ technische Gebrauchsgegenstände aus meiner Heimat oder Spielzeug oder Schuhe oder was auch immer.
Summa summarum – ein adäquates Verzeichnis der Produkte und Dienstleistungen halte ich für grundlegend, um eine neue, andere demokratische Gesellschaft zu etablieren. Was soll es denn bringen, wenn man sich ausschließlich auf eine gesellschaftliche Änderung kapriziert, dafür auf Straßen und Plätzen demonstriert, wenn die wirtschaftliche Grundlage der sich Empörenden nicht ändern kann. Und diese ändert sich nur, wenn die AktivistInnen erkennen, dass eigene Fähigkeiten auch beworben werden müssen, um KundInnen über die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu informieren – und das bitte so umfassend, dass es deutlich mehr als nur eine Adresszeile und eine Branchenzugehörigkeit zu sehen gibt.
Nun, entscheidet selbst!

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Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel 2020 – Szenarien für eine andere demokratische Gesellschaft im beginnenden 2. Jahrtausend n. Chr. – Connect the nets – Verbindet die Netze

25.4.2014
Nun zu den meiner Meinung nach wichtigsten Bausteinen für eine andere demokratische Gesellschaft. Was bedeutet denn eine andere demokratische Gesellschaft genau?! Ich erkläre das im Folgenden anhand der von mir konstatierten Schwerpunkte.
1. Connect the nets – Verbindet die Netze.
Die bestehenden Netzwerke zu verbinden, ist eine seit Jahren zu vernehmende Forderung der Szene der Beratungsdienstleistungen sowie derer, die in Netzwerken aktiv sind. Mein persönliches Anliegen ist hierbei, verbindet die alternativen Netze miteinander. Die sozialen Medien erzeugen eine ungemeine Dynamik, die viele etablierten Gesellschaften schon dermaßen durcheinander rüttelt, dass sie innerhalb von nur einem Jahr nicht mehr existent waren. Aber was kommt danach! Davon berichten die meisten Medien nicht! Wer selbst in den sozialen Medien tätig ist, weiß jetzt wovon ich spreche! Das miteinander Verbinden alternativer Denk- und Handlungsstrukturen ist das Gebot der Stunde, so denke ich zumindestens. Und die Technik ist längst reif dafür. Allerdings sehen sich diese hier angesprochenen Handlungsoptionen einer gehörigen Gegenströmung etablierter Netzwerke gegenüber und dazu möchte aus gegebenem Anlass ein paar Worte verlieren.
Allzu oft geschehen in den bestehenden Netzwerken unter der vermeintlich tollen Überschrift „Netzwerk“ rein organisationstechnisch gesehen dieselben Dinge, wie wir seit langer Zeit als kritische Betrachtungsergebnisse von gesellschaftlichen Netzwerkuntersuchungen ohne das Internet (ja, Netzwerke sind so alt wie die Menschheit selbst!) der historisch und sozialen Wissenschaften zig-hundertfach bestätigt bekommen: die Verselbständigung und damit verbunden die Seperatisierung der bestehenden Netzwerke im Laufe der Zeit. Zunächst als gesellschafts- und funktionsübergreifende Verbindungselemente etabliert, laufen Netzwerke in dieselbe Organisationsfalle wie z. B. – also in der Prä-Internet-Welt – zuvor aus denselben Motiven geschaffene Vereins-, GmbH und AG-Netzwerke. Sie lösen sich aus dem eigentlichen Initiationspathos und beginnen, sich zu verselbständigen. Die in ihnen arbeitenden Kräfte „saugen zunächst Honig“ aus dem Kreis der Sponsoren und finanziell-organisatorischen Institutionen, um sich dann im Laufe der Zeit mehr und mehr zu seperatisieren und sich mit sich selbst zu beschäftigen und die sie einst gründenen Strukturen zu leblosen Hüllen zu machen. Dazu wurden solche Netzwerke aber nicht gegründet, sondern in der überwiegenden Zahl der Fälle sollen sie unterstützend tätig werden und nicht ersetzend!  Dies „Ablösen“ geschieht dann durch einfache Mechanismen wie, dass für eine GmbH z. B. lediglich ein Aufsichtsrat zuständig ist und sonst niemand und dass dieser Aufsichtsrat im Falle von PPP-GmbH einen starken industriellen Überhang aufweist und die öffentlichen Gesellschafter nicht mehr ebenbürtig sind. Da diese Aufsichtsräte qua Funktion zu Stillschweigen verpflichtet sind und dadurch vor allem im staatlichen Umfeld der Gesellschafter ernsthafte Kommunikationsbrüche entstehen können, wird den Handelnden meist erst dann bewusst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dann nämlich, wenn z. B. Liquiditätsprobleme durch etwaige staatliche Prüfungen bei der Fördermittelbeschaffung und oder einschlägigen Richtlinienverstößen nach und nach bekannt werden und sich dann die Frage stellt, wer hat das zu verantworten, warum wussten die öffentlichen Gesellschafter darüber nicht Bescheid!?! Industrielle LenkerInnen haben nun einmal ganz andere Denk- und Handlungsmuster als VertreterInnen des staatliche öffentlichen oder demokratisch legitimierten Bereichs. Erste sind sog. MacherInnen, deren Zielsetzung und dazugehörige Entscheidungsfindungsmuster z. B. gar nicht auf Beteiligungssysteme ausgelegt sind, sondern auf effiziente Zielerreichungsabläufe. Und so passiert es immer häufiger, dass sich so gesteuerte PPP-Netzwerke z. B. völlig von der kommunalen Basis abheben und nur deren Ressourcen (meist nur Finanzmittel, ab und zu auch Personal) aufnehmen, ein Rückfluss an Ressourcen aber nicht mehr stattfindet. Zunehmend werden dann die vermeintlich Starken mit Ergebnissen des Netzes versorgt, nicht aber die Schwachen. Diese Evolution von Netzwerken wird für gewöhnlich als positives Ergebnis kommuniziert, denn wer möchte schon den Starken widersprechen, wenn sie ihre Stärke ausspielen (z. B. Geld und Personal). Was dann in solch strukturierten Netzwerken passiert kann man auch als morbiden Zerfall konstatieren, denn hier sind über kurz oder lang die viel zitierten Abläufe festgefahrener Netzwerk-Systeme klar zu diagnostizieren: fehlende Transparenz, manipulative und einseitige Abläufe, korrumptive Verfilzung u.ä..
Insofern behaupte ich jetzt, dass eine Vernetzung niemals enden darf und dass man die Verbindung der Netzknoten rechtlich organisatorisch so absichern sollte, dass es keinen einzigen Kommunikations- und Beschlussausführungbruch geben kann.
Zudem dürfen sich Netze nicht so entwickeln, dass sie zu einem Abheben gegenüber den eigentlichen Initiatoren und meist auch Geldgebern führen können. Sonst besteht nachweislich die Gefahr, dass karriereorientierte und machtbeflissene Einzelwesen diese Organisationen korrumpieren und vor allem manipulieren zur ausschließlichen Erreichung ihren ureigensten Zwecke und Ziele. Dem kann man durch organisatorische Vorgaben qua Gesellschaftervertrag z. B. sehr gut vorbeugen, indem u.a. eine Parität bei Aufsichtsräten oder indem eine kommunikative und geregelte Transparenz bei Auftragsvergaben u.ä. festgeschrieben wird. Zudem kann man regeln, dass neue Netzwerkpartner einfach und unkompliziert aufgenommen werden können, wenn diese z. B. bestimmten gesellschaftlichen Sektoren oder spezifischen Branchen zugehörig sind.
Wenn sich die einzelnen Netze dann besser verbinden lassen und oder bestehende Netze qua Regelwerk nicht nach außen abschließbar gemacht werden, dann können die eben genannten Einzelwesen weniger manipulativ und korrumptiv agieren, was in vielen Fällen u.a. zu einer besseren Übersichtlichkeit von Synergiepotenzialen führt, vor allem eben auch für vermeintlich weniger machtvolle und finanzstarke Netzwerke und oder  Unternehmen u.ä.., denn sie können sich dann deutlich einfacher in den starken Netzwerken beteiligen und auch Verantwortung übernehmen.
Ich betrachte es nach jahrelanger Beobachtung als eminent wichtig, dass sich Netzwerke immer auch ein gesellschaftliches Oberziel geben sollten, was da lauten könnte: Wir helfen denen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht die Mittel und oder Fähigkeiten haben, an den Zielsetzungen unseres Netzwerkes teilzuhaben. Die einseitigen Zielsetzungen einer vermeintlich besseren Welt, wie z. B. Schaffung von Arbeitsplätzen, Gewinnung von sehr gut Ausgebildeten sind vor allem wenn die Kontrollmechanismen nicht von vorne herein genau deklariert werden, nur wenig nachvollziehbar und dienen m. E. deshalb mehr der Selbstbeweihräucherung oder Sedierung umgebender resp. am bestehenden Netzwerk teilnehmender Gesellschaftsorganisationen. Gerade das so butterweich schön klingende Ziel der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, um dieses eine Beispiel herauszupicken, erübrigt sich in der überwiegenden Zahl der Fälle darin, dass die Netzwerk-Institution selbst immer mehr wächst und wächst, doch die eigentlichen Initiatoren in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen davon nichts spüren oder dort sogar über kurz oder lang Personal abgebaut wird. Als kleines Bonmot sei hier noch angemerkt, dass diese Art von Netzwerkinstitutionen nur deshalb rein Arbeitsplatz bezogen wachsen, weil sie geradezu aufgabenparasitär von den jeweiligen Aufsichtsräten manipuliert werden und so nach und nach Personal von den „starken“ Gesellschaftern integriert wird und bei den „schwachen“ dagegen sogar Personalüberhänge entstehen, das das Aufgabengefüge zugunsten des Netzwerkes verschoben wurden. Es werden zum Teil auf sehr geschickte Weise Finanzen und Zuständigkeiten so geregelt, dass die ursprünglichen Intentionen, so abstrakt sie absichtlich ja gewählt wurden, geradezu als Heilsbringerbotschaften ausgelegt werden können, bei genauerer Betrachtung jedoch den Großteil der „schwachen“ Geldgeber eigentlich nur aussaugen und keine zusätzlichen Erträge für diese generieren. Ein besonders gelungenes Beispiel ist dafür die „Allianz für die Region GmbH“ aus Braunschweig, deren innere Struktur durch zwei oberzentrale Gesellschafter, in den letzten Jahren sogar nur noch von einer Autostadt im Umfeld, regelrecht umgekrempelt und inzwischen nahezu vollständig durch die Netzwerke der Autostadt okkupiert wurde. Hier hat der vermeintliche Leitspruch, dass man in der Region auf Wohl und Wehe diesem einen größten Autobauer Europas ausgeliefert sei, seine perfide Umsetzung gefunden. Statt einen gehörigen Teil der Ressourcen in alternative Strukturen oder räumlich gesehen in eine entsprechende Streuung von Ressourcen zu setzen, um dieses Abhängigkeiten zu vermindern, wird inzwischen das genaue Gegenteil gemacht. Man hat sich gesellschaftspolitisch, aber auch finanzsynergistisch vollständig aufgegeben und es gilt kommunikationspolitisch sogar als Nestbeschmutzung, überhaupt diese einseitigen Abhängigkeiten öffentlich zu diskutieren.
Also aufgepasst, wenn sich z. B. PPP-Netze gründen und noch mehr aufgepasst, wenn es darum geht, diese zu steuern, zu kontrollieren und vor allem transparent und frei zugänglich zu halten!
Dagegen hilft im Falle des Themas „Netzwerke zu verbinden“ nach meinem persönlichen Dafürhalten nur, dass sich neue und vorhandene kleinere Netzwerke unterhalb der großen Netzwerke miteinander verbinden oder eben Teilnahmemöglichkeiten in dem bestehenden großen Netzwerk einfordern über die kleineren Gesellschafter dieses großen Netzwerkes.
Und ich halte es in diesem Kontext sogar für notwendiger, dass z. B. die staatlichen Gesellschafter großer Netzwerke vermehrt ihr Augenmerk auf eine freie Zugänglichkeit bestehender Netzwerke legen und dafür Sorge tragen oder sogar Unterstützung in Form von Ressourcen bieten, dass sich kleinere Netzwerke miteinander vernetzen oder sogar neue Netzwerke gegründet werden können. Schließlich sollte es gerade kommunalen und damit staatlichen Gesellschaftern nicht darum gehen, dass es einem Starken noch besser geht sondern die Schwachen Zugänge und Unterstützung erfahren. Sonst hat der Staat meiner Meinung nach seine gesellschaftliche Regulativfunktion verloren und aufgegeben. Sollte es bereits geschehen sein, dass der Staat sich auf seinen verschiedenen Ebenen von der industriellen Lobby hat korrumpieren lassen, ist es umso wichtiger, dass sich freie, nicht-staatliche Netzwerke miteinander verbinden, um synergistische Wirkungen zu generieren und gemeinsam einfach gesellschaftlich besser wahrnehmbar werden.

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Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel 2020 – Szenarien für eine andere demokratische Gesellschaft im beginnenden 2. Jahrtausend n. Chr. – Demokratische Informationstechnologie

25.4.2014

2. Democratic information technology DEMIT – demokratische Informationstechnologie

ist eine Software, die darauf kapriziert, Entscheidungswege und Entscheidungsfindungssysteme datenbanktechnisch abzubilden und durch Feedback-Regularien transparent und nachvollziehbar zu machen. Diese Form der Nachvollziehbarkeit und vor allem der Transparenz ist für mich persönlich unabdingbar für eine andere demokratische Gesellschaft, die sich vom repräsentativen mehr zum direkt teilnehmenden und damit auch kontrollierenden Gesellschaftssystem wandelt. Wer meint, dass alleinige Repräsentation qua demokratischer Legitimation die demokratischen Grundrechte des Volkes ausser Kraft zu setzen erlaubt, ist auf dem Holzweg. Gerade in den demokratisch-repräsentativen Gesellschaftssystemen wurden vor allem eben gerade durch die politisch organisierten Gesellschaftsgruppierungen die Entscheidungswege für das Volk und damit die WählerInnen zunehemend intransparenter und damit kaum mehr nachvollziehbar. Und genau dieses Phänomen führt selbst in eben jenen Gesellschaftsformen zu einer eklatanten Politikverdrossenheit. Da nützt es auch ganz wenig, dass nur lamentiert wird, hier muß gehandelt werden, denn sonst werden auch die relativ stabilen repräsentativen Gesellschaftssysteme zunehmend morbide und überleben sich. Ab dann ist es zum letalen Status teilweise nur noch ein „Katzensprung“, was wiederum die Gefahr des gesellschaftlichen Zerfalls und damit einhergehend der sozialen Segregation und Seperatisierung und, viel schlimmer noch, der Entsolidarisierung führt. Zusammen gesehen sind diese eben beschriebenen Phänomene der Tod jeder Form gesellschaftlichen Friedens und gruppenübergreifender Sicherheit. Warum sich also gerade dann in dieser spürbar prekären Situation die demokratischen Parteien nicht dieser großen gesellschaftlichen Aufgabenstellung widmen, sei hier einmal dahingestellt. Vielmehr soll es hier um eine moderne und nachhaltige Instrumentierung gehen, die als basisdemokratisches Instrument aus meiner Sicht einen bis dato einzigartigen Versuch darstellt, mit Hilfe datenbankgestützter und netzwerkkompatibler Software die Entscheidungsfindung in repräsentativ-demokratischen Gesellschaftsstrukturen abzubilden in der Lage ist. Zudem kann die Bürgerschaft die demokratisch-legitimierten Instituionen über das Feed-back-Regularium bewerten und kritisieren, was es für die verantwortlichen EntscheidungsträgerInnen deutlich erschwert, sich immer weiter vom sie legitimiereden Wahlvolk zu entfernen. Dieses kann viel mehr mit Hilfe der demokratischen Informationstechnologie Einblick erhalten in die formellen Entscheidungsabläufe und durch virtuelle Abstimmungen zu jeweiligen Thema durchaus konkreten Einfluß auf die Entscheidungsfindung nehmen. Denn ihre virtuellen Abstimmungsergebnisse werden über die Datenbank direkt und unmittelbar den gewählten VertreterInnen zeitgerecht zu den angesetzten Tagungsterminen ebenso zugespielt wie den teilnehmenden BürgerInnen, die sich in diesen Systemen angmeldet und eingeloggt haben.

Mit Hilfe von DEMIT – demokratischer Informationstechnologie – läßt sich demnach ein spürbar höheres Maß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit in bestehende politische Systeme implementieren. Allerdings bedarf es dafür der AktivistInnen, die das jeweilige DEMIT-System (z. B. demit-stuttgart.de, demit-athina.gr, demit-kiew.ua, demit-europa_rat.de, demit-königslutter.de, demit-niedersachsen.de u.v.m.) mit den offiziell und öffentlich zugänglichen Sitzungsunterlagen und Beschlussvorlagen füllen, die dann sowohl zur Einsicht wie auch zur Abstimmung im DEMIT-System bereitstehen.

Bedingt durch die fortschreitende Technik, werden Systeme wie DEMIT schnell und umsichtig mit den sozialen Netzwerken zu verbinden sein und sie lassen zudem weitere Schnittstellen z. B. zum jeweiligen Abstimmungsverhalten von Delegierten zu. Das Salz in der Suppe sind allerdings dann die Abstimmungsmechnismen eines DEMIT-Systems, das den gewählten VertreterInnen nicht nur Trendergebnisse zur Verfügung stellen sondern eben diesen auch signalisiert, ihr werdet genau beobachtet und damit auch kontrolliert. Im Zusammenspiel mit der öffentlichen Presse entsteht gerade aus dieser Kombination dann hoffentlich ein System der direkteren Teilhabe sowie der demokratischen Kontrolle, die m. E. vor allem in Bezug auf die erstarkte Infiltration demokratischer Gesellschaften durch industrielle Lobby-Systeme längst überfällig ist.

Somit gehört solchen und ähnlichen Systeme m. E. die Zukunft, denn es ist kaum mehr erträglich, wie das politische System durch die Lobbyisten traktiert wird. Je höher die politische Entscheidungsebene angeseidelt ist, desto stärker und vehementer sind die Versuche der Lobby, EInfluß zu nehmen auf das jeweilige Mandat. Aus dieser Tatsache ergibt sich deshalb auch ein wahrnehmbares Plus für die Nutzung eines DEMIT-Systems, denn die PolitikerInnen können so auch ein Ohr am Volk haben, welches über seine verifizierten Zugänge zu dem jeweiligen DEMIT-System und seine Stimmabgabe für MandatsträgerIn zum spezifischen Vorlagenthema dann eine Trendaussage macht, die nicht durch die Lobby direkt beeinflussbar ist. Man stelle sich dann einmal vor, dass sich die DEMIT-Systeme mit Campact, Abgeordnetenwatch, ZDF-Parlameter u.a. verbinden lassen – oder gar Facebook u.ä.?! Das ergibt eine ungeahnte Anzahl neuer Erkenntnisse über die demokratisch legitimierten RepräsentantInnen, oder nicht!? Ich finde, schon!
Allerdings ist ein DEMIT-System auf allen vorhandenen staatsrelevanten Ebenen anwendbar und ich persönlich sehe vor allem große Anwendungsbereiche auf den unteren und mittleren Ebenen, also auf der kommunalen- und der Landesebene.
Zudem lassen sich DEMIT-Systeme auch auf allen halbstaatlichen Ebenen anwenden, also dort, wo sich staatliche VertreterInnen qua Amt und Funktion wiederfinden lassen. Ein Einsatz von DEMIT in privatrechtlichen Organisationen, also Firmen ist ohne Probleme möglich.
Kurz gesagt: DEMIT ist ein Internetinstrument oder eben mindestens ein servergebundenes Instrument, dass jede Form der Entscheidungsfindung abzubilden in der Lage ist und durch seine Feedback-Funktion der Wahloption Ja-Nein-Enthaltung es den Betroffenen ermöglicht, direkt am Entscheidungsgeschehen auf unkomplizierte Art und Weise teilzuhaben. Das wird nach meinem persönlichen Dafürhalten verstärkt dazu beitragen, dass zukünftig die Delegierten stets und immerdar transparenter werden für die sie Entsendenden, dass die Delegierten aber auf der anderen Seite auch immer die Teilnahme der sie Entsendenden spüren und durch deren Abstimmungsergebnisse zudem Trendaussagen an die Hand bekommen, bevor sie in den realen Entscheidungsabläufen ihre eigene Entscheidung treffen.

Im Kontext einer anderen demokratischen Gesellschaft ist DEMIT eines der ganz wichtigen Instrumente, denn es könnte nach meiner Meinung zu einem Garant für Transparenz und Nachvollziehbarkeit werden. Und genau diese beiden sind dann nicht mehr nur hohle Phrasen, sondern können dann mit Leben gefüllt werden, dank solcher u.ä. Systeme. Und vor allem ist es ein aktivierendes Element für die politische Teilnahme der Bevölkerung, da einmal die direkte Entscheidungsmöglichkeit gegeben wird und zum Anderen eine Gegenüberstellung des durch die teilnehmende Bevölkerung erzeugten Ergebnisses und der realen Entscheidung stattfindet (vielleicht sogar in einem Upgrade ähnlich wie bei Abgeordnetenwatch und ZDF-Parlameter mit dem personifizierten Abstimmungsverhalten des jeweiligen Abgeordneten und Delegierten). Dieses Spannungsverhältnis könnte meiner Meinung nach zu einer neuen Politisierung breiterer Bevölkerungskreise führen, da diese unschwer erkennen können, dass diese Systeme ihnen Einsicht und Mitgestaltungsmöglichkeiten in einer Art und Weise offerieren wie es bisher nicht gewohnt waren. Zudem sichern solche Systeme dann auch die Kontrolle der Delegierten, was auf allen Entscheidungsebenen von besonderer Tragweite ist, da fortan deutlich weniger Entscheidungen im Nebulösen stattfinden sondern von den Betroffenen sehr nah begleitet werden können.

Und ob es nun DEMIT oder irgendein anderes Instrument sein wird, das ist für mich nicht so sehr von Bedeutung, denn es sollte immer auch einen Wettstreit zwischen verschiedenen Instrumenten dieser Art geben, um ggf. über Kooperationen, Neuauflagen oder gar Auslesen die geeignetsten Funktionalitäten anhand der praktischen Ausführung auswählen zu können.

Doch ohne diese Instrumente ist eine neue und andere demokratische Gesellschaft für mich persönlich gar nicht mehr denkbar. Ich wünsche mir sehr, dass noch viele andere MitstreiterInnen das genauso nachempfinden können!

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Gesellschaftlicher Paradigmenwechsel 2020 – Szenarien für eine andere demokratische Gesellschaft im beginnenden 2. Jahrtausend n. Chr. – Einführung

Werte Gemeinde –

wir stehen alle zusammen mitten in einem großen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. Die globalisierte Wirtschaftswelt, das Internet und somit der Zugang zu einem weltumspannenden Kommunikationsnetz, die Herauskristallisierung der in den aktuellen Gesellschaftssystemen wirklich herrschenden Oligarchien – alles das hat ungeheure Folgen für jeden Einzelnen von uns.
Ganz gleich wohin wir uns auch wenden, überall ist die  Dynamik des Umbruchs, einer durchgreifenden Änderung aller uns gewohnten Zwischenabhängigkeiten deutlich zu spüren. Das betrifft sowohl unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge wie auch die naturgegebenen Ausstattungen unserer Mitwelt. Niemand kann es mehr von sich weisen und die dadurch entstehenden psychosozialen Spannungen kehren an jeden einzelnen Tisch in jedem einzelnen Haushalt ein. Man muss schon wirklich den Kopf willentlich verschließen, um nicht den zunehmenden Druck auf jeden einzelnen von uns nicht zu spüren.
Mit diesem Phänomen des gesellschaftlichen und ökologischen Paradigmenwechsels, für den ich noch keine treffende Bezeichnung gefunden habe, beschäftige ich mich im folgenden Text. Es geht mir dabei weniger darum, dieses Phänomen in bestimmten Ausschnitten, die ich zu erfassen mag, zu beschreiben und schon gar nicht darum, meine Darlegungen in einen akademischen Disput zu bringen. Mir geht es vielmehr darum, welche Lösungsansätze ich für die kurz vor der Geburt stehende neue Gesellschaftsorganisation sehe. Meine Konzentration gilt dabei der Neuorganisation einer anderen demokratischen Gesellschaft. Und diese Thesen stelle ich sehr wohl zur Diskussion.
Es steht für mich außer Frage, dass die Demokratie das gesellschaftliche Siegesmodell des beginnenden zweiten Jahrtausends n. Chr. ist! Manche mögen mich jetzt belächeln und mich einen unbeugsamen Enthusiasten schimpfen, gar einen sich vor den gesellschaftlichen Realitäten verschließenden Träumer. Nicht, dass mich das jetzt besonders tangieren würde, wie und als was mich andere Menschen bezeichnen. Für meine KritikerInnen und Neider bin ich so und so an allem Schuld und der schändlichste Mensch schlechthin. 🙂
Dennoch oder vielleicht gerade deswegen bleiben die demokratischen Bewegungen für mich persönlich das gesellschaftliche Umbruchsphänomen des beginnenden zweiten Jahrtausends. Damit, um es vorweg zu nehmen, geht keineswegs eine Bewertung meinerseits einher, die da ggf. so ausgelegt werden könnte, dass demokratische Zielsetzungen in den stattfindenden gesellschaftlichen Änderungserscheinungen gar als nur positiv bewertet werden. Ich beschreibe hier lediglich die meiner Meinung induzierenden Kräfte des allenthalben stattfindenden gesellschaftlichen Aufbruchs und visualisiere dann die etwaigen Möglichkeiten für die sich neu organisierenden Gesellschaften. Es ist für mich nicht von der Hand zu weisen, dass die aktuellen gesellschaftlichen Um- und Aufbrüche in Nordafrika, in der Ukraine, der Türkei und vielen anderen Nationen eindeutig demokratischen Ursprungs sind, auch wenn sie von den herrschenden Oligarchien und Kleptokratien aufs schändlichste diffamiert, diskreditiert und vergewaltigt werden. Jede dieser Ausbruchssituationen ist durch das weltumspannende Internet und die vielen Kommunikationsmöglichkeiten, die damit einhergehen verursacht worden. Es sind also nicht die bestehenden Machtsysteme, die im Sinne ihres Volkes neue Teilhabemöglichkeiten generiert haben, sondern es sind private Firmen, die über Internetanschlüsse und Software sowie Datenbanken den NutzerInnen neue Perspektiven vermitteln. Das ist genau das, was seit über zwanzig Jahren durch die Internetgemeinde prognostiziert wurde. Internet, Datenbanken, privates Engagement wird das Angesicht dieser Welt vollständig und durchgreifend verändern.
Typisch für gesellschaftliche Umbruchsituationen ist, dass die vielen Habenichtse, Möchtegerne oder noch viel schlimmer die durch kleptomane Oligarchen bezahlten Schlägertrupps mit einer teilweise perfiden Gewalteskalation den Machtkampf für sich zu beeinflussen versuchen. Es steht außer Frage, dass die eigentlichen und ursprünglichen friedlichen InitiatorInnen eines demokratischen Wechsels dadurch aus dem Fokus der Medien kommen und de facto sogar zum Stillschweigen gebracht werden. Wer die Waffen hat, hat die Macht! So einfach ist das und man sieht bei allen aktuellen gesellschaftlichen Aufständen, dass eben gerade die, die Waffen zur Verfügung haben, diese ohne Rücksicht auf Verluste auch einsetzen. Soviel zum Reifegrad der Gesellschaft. Sie ist inzwischen nicht mehr in der Lage, ein individuelles wie auch soziales Regulativ zu generieren, das diese obszönen Gewaltanwendungen verhindern könnte. Wir sehen für gewöhnlich im Fernsehen, dass die erst friedlichen Initiativen über kurz oder lang „vergewaltigt“ werden und wir wissen als geschulte BürgerInnen auch, dass das, was uns die Fernsehsender präsentieren entsprechend und je nach Gesellschaftssystem mehr oder minder stark gefiltert wird. Und so wissen wir niemals, ist das wahr oder ist es nicht wahr.
Eines scheint leider wahr zu sein. Alle bisherigen demokratischen Umbruchsituationen wurden über kurz oder lang von brutalen Gruppen okkupiert und dann in ihrer Intention eines friedlichen Umbruchs ins Gegenteil verkehrt. Insofern müssen wir intensiv darüber nachdenken, wie sich der zukünftige gesellschaftliche demokratische Widerstand gegen solche Okkupationen erfolgreich zur Wehr setzen kann. Denn es kann einfach nicht sein, dass friedfertige und demonstrierende Menschen durch gewaltbereite Gruppen kriminalisiert werden.
Ich persönlich denke, dass diese gewalttätigen Auseinandersetzungen nur völlig sinnloses Leid verursachen und dass die demokratischen und an den Menschenrechten orientierten Gesellschaftsgruppen dennoch obsiegen werden.Aber sie müssen daran arbeiten, dass sie Abwehrmechanismen entwickeln, um die gewalttätigen Elemente herauszufiltern und zu neutralisieren. Es steht für mich außer Frage, dass die Vernunft siegen wird und die Vernunft sagt uns klar und deutlich, dass es völlig zwecklos ist, die Infrastrukturen, die Menschen, die Natur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerstören. Und sie sagt uns auch, dass diejenigen, die mit Waffengewalt Macht zu versuchen, diese historisch betrachtet immer nur vorübergehend erhalten, denn auch sie werden unter der eigenen Zerstörungswut darben und ihr ebenso wenig entgehen, wie diejenigen, denen sie durch ihre Zerstörungsmanie dereinst Einhalt gebieten wollten. Gewalt führt immer nur zu neuer Gewalt. Es bringt also gar nichts, weder für die, die Gewalt ausüben und noch weniger für die, die unter der Gewalt dann leiden. Es wird sich auch nicht durchsetzen lassen, dass demokratische Abstimmungen, die zu einer Zunahme der Gewalt gegen Andersdenkende führen, die die Vielfalt gesellschaftlicher Ausprägungen durch Einseitigkeit, Unterdrückung und Diskreditierung bis hin zur Verfolgung und Inhaftierung beinhalten, gesellschaftlich Tragfähigkeit erlangen, auch nur annähernd nachhaltig sind! Niemals! Ganz gleich, wie vehement sich einzelne Gruppen auch einsetzen mögen und auch völlig unbeschadet dessen, dass einzelne, z. T. von Dritten protegierte Gruppen sogar militärische Vorgehensweisen lancieren und auch umsetzen, es ändert sich dadurch nichts an der Tatsache, dass gewalttätige Auseinandersetzung nur einen zeitlichen Aufschub bei der Durchsetzung transparenter und demokratischer gesellschaftlicher Strukturen bedeuten – nicht mehr und nicht weniger. Und genau das spürt das Volk. Das Internet und damit die internationale Informationsbeschaffung ermöglichen den Zugang von umfassenden Informationen von immer mehr Menschen. Das erklärt auch, weshalb immer mehr Menschen sich gegen bestehende intransparente und damit zumeist auch korrupte Gesellschaftssysteme auflehnen und dagegen auf die Straßen gehen.
Die transparenten gesellschaftlichen Strukturen sind das Hauptmerkmal demokratischer Gesellschaften und deren Zeit ist inzwischen unverkennbar angebrochen. Selbst bei schlimmster Gewaltanwendung, wie z. B. in der Ukraine, Syrien, Libyen, Ägypten u.v.a. lässt sich diese Kraft und der Wille des Volkes, mehr Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen zu erhalten, nicht mehr aufhalten und schon gar nicht qua neuer Gewaltszenarien unterdrücken. Die Zeit der demokratischen Vernunft hat längst begonnen und selbst wenn sie sich durch menschenverachtende, gewaltbereite und -anwendende gesellschaftliche Gruppen noch einmal verzögern mag, sie ist geboren und die demokratische Saat ist gesät. Und diese Saat wird aufgehen. Und ob nun einige rückwärtsgewandte Gesellschaftsgruppen meinen, diese durch pure und widerlichste Unterdrückung und Gewaltanwendung verhindern zu können, es ändert nichts an der demokratischen und damit auch gesellschaftlich transparenten, die staatliche Gewaltenteilung und die Menschenrechte respektierenden Initialkraft, die allenthalben erkennbar ist und sich nach und nach profiliert und durchsetzen wird. Allerdings muss die Demokratie lernen, sich zu wehren! Die DemokratInnen müssen lernen, sich zu verteidigen!
Deshalb möge allen denen Kraft gegeben sein, die sich mit ihrer Kraft, ihrem Enthusiasmus und ihrem Leid für die Durchsetzung der demokratischen Menschenrechte einbringen.
Ich halte es allerdings für notwendig, dass sich innerhalb der friedfertigen, die Gewalt ablehnenden Gruppen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen durchsetzen müssen. So sollten die, die zur Gewalt tendieren klar herausgefiltert werden, indem sie durch Personenidentifizierung und ggf. sogar durch aktiven passiven Widerstand an ihren gewalttätigen Handlungen gehindert werden. Vielleicht können geeignete Identifikationsinstrumente eingesetzt werden wie z. B. Farben und Gerüche. Gruppen können sich anhand von Farben sehr gut erkennen. Das Militär und alle anderen Gruppen, die bestimmte Funktionen innerhalb der Gruppe aufweisen, nutzen schon seit Jahrtausenden Farben und Embleme, warum nicht auch demokratische Demonstrationsgruppen.
Wer Gewalt ausübt stinkt! Wer brutal gegen Menschen, Tiere, Pflanzen und Infrastrukturen vorgeht, wird gefärbt! Eine andere Methode, die vielleicht etwas archaisch anmutet, doch eine hervorragende Wirkung hat, ist Geruch. Von wem Gewalt ausgeht, ganz gleich zu welcher Seite er gehört, der wird z. B. leuchtend rot und fürchterlich stinkend markiert! Dadurch werden die TäterInnen erkennbar, vor allem wenn es als Information verteilt wird und jeder diese TäterInnen am Geruch und der Farbe erkennen kann. So lassen sich jene besser ausgrenzen, die durch Gewalttaten friedliche Demonstrationen versuchen zu unterwandern.
Warum sollten sich die friedfertigen Gruppen nicht mit Nummern versehen, die sie erst erlangen, wenn sie per Personalausweis identifiziert wurden, so dass jeder erkennt, wer die Person ist. Das in Verbindung mit dem o.a. Farb-Geruchs-Signet könnte eine weitere Methode darstellen, um Gewalttäter, ganz gleich von welcher Seite sie kommen, zu „markieren“.
Diese kleinen Tricks könnten m. E. dabei helfen, die Demonstration nicht als angsterzeugende anonyme Masse zu betrachten, sondern als strukturierte und sich selbst definierende und vor allem organisierte Vorgehensweise, die sich schützt gegen diffamierende Agents provocateurs und Unterwanderung ihrer Gruppen. Natürlich sind die hier dargestellten Methoden keineswegs der Weisheit letzter Schluss, doch sie sollen auch nur Anregungen sein, den friedlichen Widerstand abzugrenzen gegen die paramilitärischen Brutalitätsmethoden bestehender Machtsysteme oder solcher, die ihre Chance wittern und als Trittbrettfahrer und unter dem Deckmantel vermeintlich demokratischer und friedfertiger Kräfte auftreten und ihre Chance suchen.
Auch sind strategische Vorgehensweisen bei den Demonstrationen wie eine Blockbildung der Friedfertigen, eine Schutzphalanx durch identifizierte und damit erkennbare TeilnehmerInnen zu diskutieren. Solange sich der demokratische Widerstand durch chaotische und spontane Gruppenbildungen kennzeichnet, besteht nachweislich die Gefahr der Infiltration gewalttätiger Elemente. Das können sowohl anarchistische, neonazistische wie aber auch provozierende und zersetzende Elemente sein. Um diesen zu begegnen, ist es sehr sinnvoll, wenn sich schnell Organisationsgruppen bilden, die sich ausschließlich diesem Thema widmen und ihre Erkenntnisse und Vorgehensweisen dann im Plenum der Demonstration darstellen. Auf allen bisherigen Demonstrationen konnte man beobachten, dass sich sehr sehr schnell Selbsthilfegruppen bildeten, die sich um Versorgung, Kommunikation, Entsorgung, Sanitätsaufgaben u.v.m. kümmerten. Das ist genau der richtige Weg! In allen mir bekannten Fällen gibt es auch immer sehr schnell ein Plenum, wo es meistens heiß hergeht. Auch sind in allen mir bekannten Fällen Schutzgruppen anwesend. Hier könnten die o.a. Schutzmechanismen vielleicht hilfreich sein!?
Nun aber zum Thema, wie organisieren wir diese andere Demokratie denn nun genau?
Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Spielregeln für die Umsetzung und vor allem Durchsetzung einer neuen Demokratie, die abrückt vom unseligen Repräsentationsdiktat, das, zugegeben historisch betrachtet wahrlich erfolgreich ist, uns aber nicht mehr weiterführt zu einer durchgreifenden demokratischen Reform der Gesellschaften.
Eine Basis jeder Demokratie ist die (begrenzte und geregelte) Autarkie. In Deutschland nennen wir das die kommunale Selbstverwaltung. Auch sie lebt von Repräsentation, aber auch von Teilhabe. Und zwar recht direkter Teilhabe, denn schließlich wählen die BürgerInnen sehr nah und direkt und vor allem geheim, ihre Dorfvertretung, ihre Stadtteilvertretung, ihren Stadtrat, ihren Landrat. Und dennoch erlahmt auch dieses System zunehmend. Ich persönlich halte es nach wie vor für eines der geeignetsten demokratischen Systeme auf der Welt und denke sogar, dass es ein internationales Vorbild ist, das auch in einem globalen Rahmen von machthungrigen und säkularen Interessenverbänden und Lobbyisten bestehen kann, denn es ermöglicht eines, was alle demokratischen Systeme kennzeichnet – Kontrolle! Allerdings haben diese mächtigen Interessen inzwischen nachhaltig dafür Sorge getragen, die gewählten Volksvertretungen zu korrumpieren. Ja, sie sind sogar soweit vorgedrungen, dass sie mit ihren eigenen MitarbeiterInnen sogar Gesetzesentwürfe schreiben und das nachweislich so dreist und frech, dass sie sogar in den entsprechenden Ministerien Büros einrichten, um ihre MitarbeiterInnen „nah am System“ zu haben. Das geht natürlich gar nicht und zeigt auf exemplarische Weise, dass unsere deutsche repräsentative Demokratie ein gesellschaftliches Auslaufmodell ist und wir uns darum kümmern werden müssen, dass es durch und durch erneuert und umgekrempelt wird in Richtung einer direkteren Machtkontrolle und transparenter Machtausübung der Delegierten.
Dieser Aufsatz ist nur ein Ausschnitt und auch nur eine persönliche Meinung, doch er steht in einem umfassenderen Zusammenhang von vielen kleinen Gedankensplittern im Internet und in der gesellschaftlichen Realität zum Relaunch der demokratischen Gesellschaft in Deutschland und in vielen anderen Ländern unserer Erde. An anderer Stelle spreche ich in diesem Kontext von dem nun stattfindenden gesellschaftspolitischen Paradigmenwechsel. Deshalb gehe ich an dieser Stelle nicht weiter darauf ein.
1. Connect the nets – Verbindet die Netze
2. Democratic information technology – Demokratische Informationstechnologie
3. International business directory – com-pool.com – Internationales Branchenverzeichnis
4. Local autonomy – Lokale Autonomie
5. Permacultural design – Permakulturelle Gestaltung

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Kleptokratie und Neofeudalismus – Muster, Ausprägungen und erste Ansätze der Überwindung dieses parasitären Systems

15.3.2014

Eine der größten Hotstuff-Parties steht uns noch bevor. Unter anderem wird es in diesem Beitrag um die intensiven Vorarbeiten zu dieser größten aller Hotstuff-Parties in den vergangenen Jahrzehnten gehen. Ich hege die Hoffnung, dass diese Party eine Gaudi wird und der Dämon der Dunkelheit gebändigt und eingezäunt werden wird.
Bis diese krasseste aller Parties stattfinden wird, widmet sich dieser Blog den weiteren Umständen und Geschehnissen in  der unmittelbaren Umgebung oder auch den regionalen bis internationalen gesellschaftlichen Geschehnissen. Also, er widmet sich eigentlich allen Geschehnissen, die den Autoren berühren 🙂
Insbesondere den Geschehnissen, die als Indikatoren für das aktuelle gesellschaftliche Zerwürfnis repräsentativ sind, wie z. B. die Auflösungserscheinungen von Solidaritätsgemeinschaften und die Vereinzelung ehemalig kooperierender Gemeinschaften sowie Präferierung von Partikularinteressen über Interessen des Gemeinwohls. Und wer etwas zur Überwindung und den Initiativen und teilweise heroischen Handlungen von Menschen wissen möchte, die sich qua Lebenshaltung und Lebenshandlungen gegen solche Auflösungserscheinungen sträuben, dem sei die TAZ ans Herz gelegt. Diese wundervolle Zeitung berichtet mit hervorragend investigativem Journalismus unterlegt von Menschen, die mit ihrer Kraft und den von ihnen initiierten Solidargemeinschaften Zeichen setzen!
Die Zeiten einer völligen Neugestaltung von Allianzen, Kooperationen, aber auch von neuen Grenzziehungen und Abhängigkeiten ist in vollem Gang. Die Nostalgie der Gepflogenheiten und die Reminiszenz an „So-haben-wir-es-schon-immer-gemacht-Strukturen“ ist oldfashioned und pervertiert anachronistisch! Ja, sie ist sogar als letal zu bezeichnen, denn dieses ständige Beharren auf den „eigenen“ Interessen wurzelt oft nur äußerlich auf der Wahrung der Interessen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, die letzten Endes oft genug dem Dämon des Dunkels ihre Herzen überlassen haben. Ihr erkennt diese schnell an ihren proklamatorischen Heilsbringerattitüden und sie werden euch Wein predigen und Wasser einschenken, wenn überhaupt. Sie wollen immer nur das Beste und tun oft genug das Schlechte. An ihren Handlungen mögt ihr sie zu unterscheiden lernen!
Hier in diesem Blog geht es nun aber um zwei bedeutsame Erscheinungen in allen Gesellschaften dieser, unserer gemeinsamen Erde: die Kleptokratie und den Neofeudalismus.
Eines der Phänomene, die stets mit dem Zerfall von sozialen Gemeinschaften einhergehen, ist die sogenannte Kleptokratie. Ein anderes gesellschaftliches Phänomen, das sich auflösende Solidargemeinschaften kennzeichnet, ist das des Neofeudalismus. Meist gehen beide Phänomene einher mit der Herausbildung von bereits an anderer Stelle benannten Charaktertypen einer regionalen Parese. Diese sind dann sozusagen die Infektionsträger und -vermittler und dienen bestehenden kleptokratischen und auch neofeudalistischen Strukturen als Mittler. Für gewöhnlich entstammen diese Heilsbringer den mittleren Schichten der Gesellschaft und haben den unbändigenden Drang emporzustreben.
Der Begriff Kleptokratie wird im Allgemeinen gerne abstrahiert definiert wie folgt: Kleptokratie ist politisch motivierter und legalisierter Diebstahl. Eine andere, immer wieder in der einschlägigen sozialwissenschaftlichen Literatur auftauchende Begriffbestimmung ist: Kleptokratie ist die Herrschaft der Diebe. Letztere Definition ist wohl auch die einfachste, da sie eine direkte Übersetzung darstellt. (Boger, H. W., Hummonde, 2/2004).
Wie u.a. Boger auch feststellt, sind kleptokratische Ausprägungen schon fast als Standard für jedes gesellschaftliche System zu verstehen und auch in demokratischen Gesellschaften lassen sich nachweislich kleptokratische Abläufe beobachten.
Du erzählst uns hier nichts Neues wollt ihr jetzt sicher sagen!? Stimmt! Ich will hier auch gar nicht irgendwelche akademischen Betrachtungen beginnen, sondern mich auf kleptokratische Ausprägungen in sozialen Systemen konzentrieren. Hierbei lege ich mehr Wert darauf, Muster zu beschreiben, denn spezifische Details herauszuarbeiten. Letzteres ist auch nur bedingt mein Metier als Geograph und vielmehr Angelegenheit von SpezialistInnen der verschiedensten Disziplinen.
Eine der charakterisierensten Ausprägungen kleptokratischer Systeme ist m. E. die Dreistigkeit, mit der sich die Mächtigen eines Staates, einer Gemeinschaft etc. an den gemeinsam geschaffenen Werten selbst bedienen. Ein besonders gutes Beispiel unserer Tage – und das ist nur ein besonders exponiertes Beispiel, ganz sicher nicht das einzige nennenswerte – ist der amtierende Staatspräsident Russlands, der mit einer so unverhohlenen Frechheit seine ihm gewogenen Machtstrukturen zu seinem Vorteil ausnutzt, dass es schon fast an eine Diktatur erinnert. Und natürlich hat er fast Sonnenkönigsgleich einen ihm dienenden Machtapparat errichtet, dessen willkürliche und rigide Vorgehensweise jede Form des Protestes oder auch nur der sachlich-inhaltlichen Kritik mit Gewalt unterdrückt. Und das nicht nur per Befehl und Druck sondern auch aus einem individuellen Selbstzweck dieser Diener- und Machtteilhaberschaft heraus, die uns gleichzeitig ein weiteres Phänomen offenbart – das des Machterhalts und der Geldgeilheit eben jener Zuarbeitenden. Eine Kleptokratie ist demnach immer verbunden mit einer dünnen und sehr machtvoll ausgestatteten Teilhaberschicht, die sowohl Geld einbringen, aber auch sehr viel mehr Geld und andere Werte aus dem Gemeinwesen in ihr individuelles Besitztum zu überführen trachten. Dieses Muster taucht in allen Kleptokratien auf und man darf deshalb von einem Indikator sprechen. Ganz gleich welches gesellschaftliche System man auch betrachtet, über kurz oder lang treten immer die Orwell´schen Gleicher als Gleichen auf und diese verhalten sich stets nach dem Muster: zuerst das System unter eine möglichst umfassende Kontrolle zu bringen, dann die Steuerung zu okkupieren und zuletzt dann die völlige Ausbeutung der Gemeinschaft zum eigenen Vorteil nachhaltig zu stabilisieren.
Ab einem bestimmten Reifegrad der Kleptokratie treten dann besondere Sicherungsmechanismen seitens der kleptokratischen Führungsschicht in Kraft, die über teils viele Jahre nach und nach etabliert werden, vor allem in Gesellschaften mit politischer Teilnahme verschiedener gesellschaftlicher und gesetzlich legitimierter Institute und Institutionen. Zusammengefasst können diese Absicherungsinstrumente als neofeudalistische Erscheinungen beschrieben werden.
Neofeudalistische Erscheinungen sind, wie der Begriff schon sagt, angelehnt an den gesellschaftsbeschreibenden Begriff des historischen Feudalismus als Zustand einer Gesellschaft, die auf einer einseitig ausgerichteten Bevorzugung von oben nach unten bis zu einer privilegierten Sozialschicht reicht. Unterhalb dieser privilegierten Sozialschicht gibt es wiederum eine einseitige rechtliche, soziale und monetäre Abhängigkeit und eine konstatierte Unmöglichkeit für die Unterprivilegierten, auch in den Genuss von Privilegien der herrschenden Klassen zu gelangen. Interessanterweise wurden feudalistische Strukturen zuerst im Zuge der französischen Revolution herausgearbeitet und führten in der Folge dann zur gewaltsamen Auflösung des Feudalismus. Wer sich für aktuelle Feudalismusstrukturen interessiert, dem sei hier Jürgen Habermas ans Herz gelegt. Sicher gibt es noch viele, viele andere Autoren und noch einmal sei hier gesagt, es geht mir hier nicht um eine akademische Betrachtung und damit detailgenaue Aufarbeitung von speziellen Ausprägungen, sondern um die abstrahierte Beschreibung eines gesellschaftlichen Ausbeute- und Machtsicherungsmusters, dem der Kleptokratie und des Neofeudalismus.
Der Neofeudalismus ist durch prägnante Muster gekennzeichnet. Zum Einen ist dort das Muster der gesellschaftlichen Legitimation der Absicherung von Privilegien und Machterhaltungsinstrumenten der Machthabenden und deren abhängiger oder zwischenabhängiger Teilhaberschicht. Mal wird die gesellschaftliche Legitimation völlig ins Abseits gestellt. Dann befindet man sich in einer Diktatur, wie z. B. der des Assad-Regimes in Syrien oder des Kim Jong Un-Regimes in Nordkorea. Mal wird eine Pseudolegitimation z. T. unter den abstrusesten Vorzeichen und Begleitumständen etabliert. Das sind dann für gewöhnlich gesellschaftliche Systeme, wie wir sie zeitaktuell aus der Türkei, Russlands, Weißrusslands, Kasachstans u.v.a. kennen.
Gemeinsam ist beiden Machterhaltungsmustern, dass sie eine Kleptokratie zu kennzeichnen vermögen. Wenn es zur Verminderung oder gar zum Verbot von Gewaltenteilungen in einer Gesellschaft kommt, dann beginnt damit bereits die Kleptokratie. Wenn dieses Ausbleiben der Gewaltenteilung in Nepotismus umschlägt, sind wir in einem neofeudalistischen System und damit unverkennbar in einem einseitig ausgelegten, auf den seitens der Machthabenden gewährten Privilegien, die für gewöhnlich gleichzeitig noch diverse Schutzmechanismen umfassen, wie z. B. ein Rechtssystem, das jedwede Kritik mit Strafverfolgung bis hin zur Elimination und Sippenhaft umfasst.
Ihr mögt jetzt denken, dass es wohl kaum ein gesellschaftliches System auf der Erde gibt, das sich freisprechen kann von kleptokratischen Tendenzen, Nepotismus und neofeudalistischen Strukturen. Und vielleicht kommt in euch auch der Gedanke auf, dass man doch so und so nichts dagegen unternehmen könne!? Warum soll man nichts dagegen unternehmen können, frage ich ?! Mir geht es sicher nicht darum, hier eine gesellschaftliche Änderung zu bewirken. Mir geht es viel mehr darum, euch Muster und Strukturen solcher Systeme darzulegen und euch zu bitten, demokratische Gesellschaften in ihrem Wert schätzen zu lernen. Das ist die wichtigste Änderung, denn jede Gesellschaft besteht nun einmal aus Individuen und wenn jeder für sich daran arbeitet, in seinem gesellschaftlichen Umfeld für kritische Aufklärung zu sorgen, dann ändert sich auch die Gemeinschaft um ihn herum. By the way – der gesellschaftliche Paradigmenwechsel ist in vollem Gange und es wird zukünftig sehr wichtig sein, klare Bekenntnisse zu treffen, wofür jeder einzelne Mensch steht in seiner politischen Ausprägung. Je ungerechter Verteilung von Gütern, Privilegien, Zugängen zu Bildung u.ä. ausgeprägt ist, desto stärker wird das Verlangen nach Aufklärung und somit gesellschaftlicher Änderung. Masanobu Fukuoka hat es einmal auf den Punkt gebracht, indem er folgendes Bild beschrieb: Wenn Du den Mist jeden Tag nur zum Fenster herauswirfst, kommt er in nicht allzu ferner Zeit wieder zur Tür herein!“
Je eindeutiger – also gesetzlich geregelt – in einer Gesellschaft die Gewaltenteilung und Gewaltenkontrolle ist, desto weniger Kleptokratie werdet ihr finden. Wenn Gerichte unabhängig sind, die Judikative demnach ohne zentral gesteuerte Meinungsbildung und Entscheidungsgewalt des gesellschaftspolitischen Machtapparates ihre Urteile sprechen kann, dann ist das neben einer ebenso unabhängigen Legislative und Exekutive eines der wesentlichsten Merkmale und Muster für eine funktionierende Demokratie und damit gleichzeitig ein bedeutsames Hemmnis zur Ausprägung einer Kleptokratie wie o.a.. Leider kennen wir auch in unserer eigenen Demokratie kleptokratische Wesenszüge und noch viel mehr nepotistische und neofeudale Strukturen. Die Reichen sorgen qua Lobbyarbeit und PR-Arbeit sehr nachhaltig dafür, dass ihre eigenen Interessen sowohl gewahrt und geschützt, wenn nicht sogar noch verstärkt werden. Und sie grenzen sich immer mehr ab vom großen Heer der Arbeitssklaven und damit der Mittel- und Unterschicht in unserer Gesellschaft. Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zur Ausbeutung, den USundA, schwappen Trends nach Europa, die in großen Siedlungsagglomerationen auch in Deutschland bereits deutlich erkennbar sind. Der rigide Abbau von Sozialwohnungen, das Entkernen und Umwidmen ehemaliger industrieller und gewerblicher Anlagen, öffentlicher Grünflächen, Gartenlandarealen und Altbausiedlungen  in teuerste und edelste Wohn- und Arbeitsbereiche, die zudem dann noch durch private Sicherheitsdienste abgeschirmt werden, weisen uns diesen Weg des Neofeudalismus aufs deutlichste aus. Die wenigen Reichen schirmen sich immer mehr ab von den mittleren und unteren Schichten und sie haben schon längst die politische Macht korrumpiert, um ihre geldgierigen Interessen durchzusetzen. Ein aktuelles Beispiel ist die neue EU-Richtlinie für die Lebensversicherungsbranche. Wenn Geld tötet und Geld nicht mehr dient, dann ist die Zeit des Neofeudalismus längst angebrochen. Doch gerade wegen seiner ausgrenzenden, herabwürdigenden und trennenden Ausprägungen ist auch ein Zeichen der Hoffnung, denn nun zeigt sich das wahre Gesicht des Dämons in seiner ganzen Ausprägung. Es ist nicht Aufgabe der Entwürdigten und Ausgegrenzten dagegen vorzugehen wenn sie diese Hoffnung bereits in ihrem Herzen spüren und die Verantwortung genau denen so Handelnden überlassen. Es ist das Buch derer, die jeden Tag vom sogenannten freien Spiel der Kräfte als das allseits selig Machende erzählen, das geschrieben wird und nicht das Buch derer, die durch ebenjene entwürdigt werden und verzweifeln. Sträubt euch dagegen, gebt eurer Verzweiflung ein Gesicht und eine erkennbare Marke, denn dadurch grenzt ihr den Dämon der Ausgrenzung und der Selbstsucht umso deutlicher ab. Konzentriert euch darauf, durch neue Solidarnetze euch selbst zu helfen und denen, die mit euch jeden Tag die Entwürdigung und Verzweiflung spüren. Überlasst die sich selbst, die ihrem Dämon folgen und vergeht euch nicht an ihnen, sondern wendet euch ab und organisiert neue Zusammenschlüsse, geht Kooperationen ein, die transparent sind und dafür Sorge tragen, dass eure Gemeinschaft eigene Stoffkreisläufe schafft.
Kommen wir zu den ersten Ansätzen, um diese gesellschaftlichen und ökologischen Parasiten der Kleptokratie und des Neofeudalismus zu bändigen und einzuzäunen.
Zunächst ist es wichtig, dass man sich des Musters bewusst wird. Ich habe hier bereits erste, diese Muster verdeutlichende Hinweise gegeben. Bist Du Dir des Musters erst einmal bewusst, wird es für jeden von uns wichtig sein, seinen Weg zu suchen, die Pforten und Türen zu erkennen und zu öffnen. Dies ist der wichtigste, weil erste  Schritt. Tritt ein! Du siehst einen neuen Raum, Deinen Raum. Schau´Dich um und Du siehst Dich und die Anderen, die von allen Richtungen durch viele, viele Türen eintreten. Seid Willkommen! Dieser Raum ist der des Erkennens und des Kraft Schöpfens. Manche verweilen hier länger, andere gehen zu weiteren Türen. Tune in to get out.
Welchen Schritt ihr als nächstes wählt, das sei jedem selbst überlassen. Ich sehe folgende Optionen, die ich anderer Stelle bereits beschrieben habe.
Wenn ihr das Muster der Kleptokratie und des Neofeudalismus erkennt in eurer Gesellschaft und Gemeinschaft, dann wisst ihr, dass der Dämon der Zerwürfnis eingekehrt ist. Ihr könnt nun daran arbeiten, ein ausgleichendes Muster zu erarbeiten. Das ist eine wirklich große Herausforderung, denn wenn sich Mächtige daran gewöhnt haben, sich dreist und frech an den gemeinsam erarbeiteten Mehrwerten zu bedienen, dann sind sie süchtig danach und verstehen es irgendwann als ganz selbstverständlich. Umso vehementer wird ihre Gegenwehr sein. Selbst in den westlichen Demokratien kann man das allenthalben spüren, denn die Lobbyisten der Mächtigen (zumeist Teilhaber an Konzernen) verstehen es aufs Vortrefflichste, ihr Interesse der Selbstbedienung und Gewinnmaximierung nach und nach so auszubauen, dass es einem fast als selbstverständlich und unwiderrufbar zu sein scheint. Doch vergesst nicht, es ist ein Muster der Ausbeutung, der Stärkung und Sicherung gesellschaftlicher Disparitäten, das konkret ist und gewollt wird. Es gibt Verursacher! Und genau diese Verursacher sind es, gegen die ich mich hier wende, gegen die ihr euch auch wenden könnt.
Allenthalben sehen wir um uns herum solche, die uns sagen, dass neue Strukturen in der Gesellschaft notwendig wären. Leider verfolgen sie nur in geringster Zahl und Ausprägung Strukturen, die die gesellschaftlichen Disparitäten abbauen. Völlig pervers wird es dann, wenn sich klerikale und sogenannten gemeinwirtschaftliche Institutionen einen eigenen „Markt“ sichern, z. B. in der Betreuung von gesellschaftlich „Inkompatiblen“ und damit letzten Endes die Segregation manifestieren (bitte vergesst jetzt nicht, dass ich von meiner eigenen Gesellschaft spreche und hier nicht Allgemeinwirksamkeit postuliere). Und das funktioniert nur, weil wir in unseren Familien eine Form der Verschwendung von Zeit und Gütern zulassen, die das Wohl der Gemeinschaft als Unmöglichkeit erscheinen lässt. Wir schauen z. B. interessiert auf die Schlangen vor den Tafeln und geben unserem nächsten Nachbarn oder Familienmitglied nicht einfach etwas von unseren Gütern ab. Ja, manchmal lassen wir sogar Lebensmittel eher verkommen bevor wir sie unseren Nächsten schenken. Somit ist eine von den vielen Heilsbringern unserer Zeit avisierte Änderung der Strukturen ohne neue Einsichten und Verhaltensweisen, also ohne innere Qualitäten. Aus der Systemkunde verschiedenster gesellschaftlicher Betrachtungsweisen wissen wir, dass diese Art propagierter „Neuorientierungen“ dazu führen, dass ebendiese sogenannten reformierten, reorganisierten Strukturen früher oder später korrupt, drückend und unwirksam werden. Deshalb wendet euch gegen jede Form der Ungleichheit bei der Verteilung der Einkünfte. Wo immer sie euch auch begegnet, und sie ist ubiquitär und ein klares Indiz für Kleptokratie und Neofeudalismus, benennt sie, beschreibt sie, erarbeitet Informationen über die Tatsachen der euch umgebenden Ungleichheit bei der Einkommensverteilung, denn diese ist die eigentliche Ursache für Armut und den zunehmenden Abbau gesellschaftlicher und gemeinschaftlicher Prosperität.
Übt euch in Transparenz! Transparenz der Waren- und Geldströme, Transparenz der Entscheidungsfindungen, Transparenz bei der Nachvollziehbarkeit getroffener Entscheidungen, Transparenz bei den gesellschaftlichen Zielfindungen und Nachvollziehbarkeit der Wege zum Ziel, um ggf. frühzeitig nachsteuern zu können. Die Durchsichtigkeit betrifft nicht die Intimsphäre der Individuen und sie betrifft auch nicht das staatliche Ausspähen aller individuellen und privaten Sphären. Die einzige Ausnahme, die es dort geben darf, ist die einer richterlichen Anordnung und somit eines im Vor- wie auch  im Nachhinein prüfbaren Rechtsaktes. Transparenz bedeutet nicht Spionage. Transparenz konzentriert sich darauf, die betroffenen Menschen eingehend zu informieren, ohne darauf zu warten, dass sie interessiert sind. Es ist das freiwillige Bereitstellen von Kenntnisse und Abläufen, insbesondere bei gesellschaftlichen Instituten und Institutionen. Und dabei ist die Unantastbarkeit der Würde des oberste Prinzip, wobei diese im freiheitlich-demokratischen Sinne ausgelegt werden sollte, denn dort steht neben der Unantastbarkeit der Würde auch das Recht auf freie Meinungsäußerung. Schützt diese Organe der freien Meinungsbildung und-äusserung vor denen, die sie für einseitige und säkulare Interessen versuchen auszuhöhlen.

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Hotstuff-Party – Samba im Landkreis Helmstedt

Im Landkreis Helmstedt können Interessierte am Sambatrommeln inzwischen gleich zweimal fündig werden.

Eine Sambagruppe heisst Samba in Helmstedt – kurz Sambainhe. Sie tritt als Samba simpathica an und ggf. auf. Im Oktober 2013 löste sich die Gruppe beim TSV Barmke e. V. wohl auf oder wird unter anderer Leitung und anderem Namen weitergeführt.

Der neue Name lautet „Banda racuda“ und ist hier im Internet zu finden.

Die ehemalige Bandleiterin der Sambaband „Samba simpathica“, Frau Kirsten Raulfs ist anscheinend weiter in dem Genre tätig und es sieht so aus, als würden die ehemalige Band von „Samba simpathica“  als auch die Aktivitäten von Kirsten Raulfs neue Samba-Impulse im Landkreis Helmstedt setzen wollen. Raulfs führt die eigene Homepage  weiter und man darf gespannt sein. Die letzten Meldungen zeigen, dass eine „Escola de Samba“ im Landkreis Helmstedt gegründet wurde.

Für alle FreundInnen des Samba und der Sambarhytmen ist das doch eine coole Sache, denn nun können zwei Sambabands im Landkreis Helmstedt ihr Repertoire zum Besten geben. Also, lasst die Hüften schwingen und erfreut euch mit brasilianischen Rhythmen!

 

Wer einfach nur gerne trommelt und weniger auf top choreographierte Auftritte scharf ist, der kann im nahen Wolfsburg bei der Sambagruppe „Simon de Bolivar“ sicher eine Bleibe finden. Schaut einfach nach dem Namen der Gruppe und der Stadt und schon findet ihr weitere Informationen. Diese Gruppe ist wirklich ein gute und es macht Spaß, dort mitzuwirken. Die Ausrichtung ist deutlich politischer, denn die Sambaistas sind häufig auf gewerkschaftlichen Kundgebungen, Anti-Atomkraft-Demonstrationen, Aktionen gegen die Braunen und Nationalisten u.ä. anzutreffen.

Auch in Braunschweig finden Sambatrommlerinnen eine Gruppe. Sie nennt sich Sambattac. Wie auch die IG-Metall-Sambistas sind die Attacs durchaus politisch motiviert und haben eben Spaß am südamerikanischen Trommeln und man trifft sie gernen auch bei den Veranstaltungen, die die Gruppe „Simon de Bolivar“ aufsucht.

 

 

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HotStuff Party – main themes

Hotstuff-Party – Musik, Tanz und Lebensstil als Formen politischer Demonstrationen des gesellschaftlichspolitischen Widerstands des Volkes

Sorry, dass ich jetzt in deutsch schreibe, doch zuerst muss der Text aus mir heraus und dann wird sich der Zeitpunkt finden, an dem er in andere Sprachen, vornehmlich ins Englische, übersetzt wird.

FreundInnen der Nacht! FreundInnen des Tanzes, des Gesangs und der Musik schlechthin!

Hotstuff-Party ist was es besagt. Hotstuff! Und Party ist auch was es besagt! Party! Hotstuff-Party ist die Zusammenführung von guter Musik in guten Destinationen für und mit Leute(n), die Lust auf Party, gute Stimmung und tolle Tanzmusik haben.

Eigentlich ganz einfach. Doch dann kam alles anders als gedacht. Hotstuff-Party war einst einfach nur eine Werbeseite für Partyveranstaltungen. Ganz stinknormale Parties in einem Kaff irgendwo im Nirgendwo in Niedersachsen im Raum Braunschweig-Wolfsburg-Magdeburg. Ich dachte es sei gut wenn diese Parties ein Motto hätten und schnell war über eine damalige Bekannte ein aus ihrer Intuition heraus entstandener Name gefunden: Hotstuff-Party! Nichts besonderes und dennoch wohlklingend. Nun, eine alte Halle war auch bald gefunden und los ging es.

So weit, so schön! Wir haben im Nachhinein gesehen alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Und so scheiterte dieses Party-Projekt sang- und klanglos. Nicht, dass die Parties nicht super gewesen wären!? Doch, das waren sie! Doch so richtig konnten wir mit unserem kleinen Budget die Menschen nicht aus ihren Häusern locken, schon gar nicht hier auf dem Land, fernab der Ballungszentren. Aber wir haben es probiert!

Was blieb von dem Hotstuff-Party-Projekt war die Idee und der Wunsch, Menschen zu guter und vor allem internationaler Musik zusammen zu führen. Diese empathische Intention ist nach wie vor in meinem Herzen. Mich faszinieren die verschiedenen Musikrichtungen. Mich sprechen ursprüngliche Lieder an. Ich mag die Verbindung der Menschen mit ihrer Landschaft, die sie in den vielfältigsten Liedern wiederzugeben in der Lage sind. Ich liebe es, Übersetzungen zu lesen von internationalem Liedesgut und stelle fest, dass es, ganz gleich woher die Lieder auch stammen, immer um Liebe, Wahrhaftigkeit, Hass, Unterdrückung und Aufstand gegen Einschränkungen, Repressionen geht, Eifersucht, Neid, Zärtlichkeit u.e.m. geht.

Und dann kamen die Jahre 2011, 2012 und 2013 und damit die Zeit der großen Demonstrationen in Algerien, Tunesien, Syrien, Ägypten, Jemen, Sudan, Kongo, Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Ukraine und vielen anderen Ländern. Es gab plötzlich einen Edgar Snowden und damit die nachweisliche Offenlegung des perfiden, an die Gestapo und die Stasi erinnerenden Systems der NSA in den US und A. Es gab einen wikileaks-Assange und es gab immer mehr Menschen, die für Freiheit, freie Meinungsäusserung, Demokratie und diskriminierungsfreien  Zugang zu Bildung und Gesundheitssystem auf die Strasse gingen. Natürlich gibt es noch hunderte anderer Aktivisten, die hier nicht genannt werden. Einen möchte ich dennoch hervorheben. Es ist dies Paul Watson, der sich mit seinen UnterstützerInnen aus aller Welt für die Tierwelt sehr öffentlichkeitswirksam und nachhaltig einsetzt.

Ihr kennt ganz sicher aus eurem direkten Umfeld auch Menschen, die sich wirksam und nachhaltig engagieren, um Freiheit, Naturschutz, Anto-Atom-Politik, Frauenrechte, Kinderschutz u.v.m.  zu verbessern.

Und warum gibt es so viele sich engagierende Menschen. Einer der wesentlichsten Gründe ist meiner Meinung nach der: überall, so will es einem fast ercheinen, dringt der asoziale Imperialismus an die Oberfläche des gesellschaftlichen Tagesgeschehens und neo-liberale Denkweisen und damit eine gnadenlose Ausbeutung von Natur und Menschen bahnen sich den Weg in den Alltag. Und das wiederum bringt inzwischen hunderttausende Menschen auf die Straßen.

Dabei ist mir dann eines besonders aufgefallen, was einen ganz nachhaltigen Einfluss auf diesen Blog hat.

Wenn man hinter die Kulissen schaut und sich fragt, wo beginnen die Widerstände des Volkes, wo genau starten plötzlich Menschen mit ihren Vorhaben, auf die Straße zu gehen und gegen die bestehenden Repressionen und Repressalien offen zu demonstrieren, dann findet man oft Musikclubs, Cafés, andere öffentliche Treffpunkte auf Universitäten – und immer ist eines dabei – Musik! Musik und Tanz! So ist es richtiger! Musik und Tanz. Sie beflügeln die Menschen in ihrem friedfertigen und kreativen Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung und zügellose Gier.

Der Begriff Hotstuff-Party wandelte sich im Zuge dieser persönlichen Erkenntnis in mir mehr und mehr zu einem Politikum. Oder sagen wir so, dass ich den politischen Aspekt der Musik und des Tanzes  genauer betrachte, da ich darin genau die Freiheit wiederfinde, die alle Menschen, ganz gleich wo auch immer sie leben und wirken, anscheinend doch gemeinsam haben. Besonderes Augenmerk lege ich deshalb seit mehreren Jahren auf die Berichte von politischen Demonstrationen in aller Welt. Zum Glück habe ich die TAZ und es gibt Arte und Phönix sowie 3Sat – und natürlich das Internet mit inzwischen unzähligen Blogs aus vielen vielen Ländern.

So, Leute. Auch wenn es kein weltbewegendes Ereignis ist. Hotstuff- Party wandelt sich und ich schreibe es euch einfach. Das geschieht hiermit zum ersten mal und ich denke, dass der 2.1.2014 ein gutes Datum dafür ist.

Seit Jahren besuche ich Parties. Ganz gleich wo ich mich auch immer aufhalte, ich schau mich um und gehe gerne aus, um das Nachtleben oder die kulturellen Tagesveranstaltungen zu besuchen und mir die Menschen genau anzusehen, die daran teilnehmen und nehme mit ihnen Kontakt auf. Ich habe gute und ich habe ganz schlechte Veranstaltungen gesehen. Doch davon einmal abgesehen, konzentrierte ich mich in diesem Zuge immer mehr auf politische Demonstrationen sowie Fernseh- und Internetberichte von Musik- und Tanzaktionen, die im Rahmen politischer Willensbildungen auftreten.

Und so wandelte sich Hotstuff-Party in den letzten Jahren immer mehr zu einer politischen Seite. Denn es ist doch wahrhaftig auffällig, dass immer mehr Menschen den Tanz als politische Demonstration verstehen. Tanz und Musik sind und waren schon immer Ausdruck gesellschaftlicher Demonstrationen. Der Tanz und die Musik geben den teilnehmenden Menschen das Gefühl der Zusammengehörigkeit und spielen bei gruppendynamischen Prozessen, wie z. B. eine Demonstration eine essentielle Rolle, wobei hier das Begriff der Demonstration in seiner ursprünglichen Bedeutung (als eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung von Menschen, um ihre Meinung zu äussern) verstanden werden soll.

Was mir dabei persönlich auffällt, ist die Diskrepanz zwischen der Berichterstattung und den realen Ereignissen. Es hat sich in den Hauptsendern des ARD und des ZDF zwar einiges getan, was die Objektivität angeht, denn vor Jahren noch haben auch diese Sender durchaus einseitig berichtet. Das ist viel viel besser geworden und man gibt sich nachweislich Mühe und legt Wert darauf, dass umfassende Berichtserstattungen stattfinden. Wenn man allerdings Internetblogs ansieht von denselben Demonstrationen, dann stellt man schnell fest, dass es „redaktionell induzierte“ Informationslücken gibt.

In den letzten Jahren werden immer häufiger Bilder von Demonstrationen übermittelt, die zunächst friedlich und tanzend beginnen und dann über kurz oder lang seitens der jeweiligen Staatsmacht kriminalisiert und brutalisiert werden. So ist zumindest mein persönlicher Eindruck. Der kann bekanntlich täuschen – aber ich untersuche dieses Phänomen nun seit über zwanzig Jahren und betrachte nur den Ablauf. Wie also beginnen Demonstrationen hinsichtlich der Komponenten Musik und Tanz und wie enden diese? Und da scheint es ein Muster zu geben. Startet ein überwiegender Teil der beobachteten Demonstrationen friedlich und oft begleitet von Musik, Tanz, Gesprächen und Diskussionen, so werden sie nach meist nur kurzen Zeiträumen (das kann tage- oder auch seltener einmal monatelang dauern) deutlich erkennbar „brutalisiert“. Und immer wieder sind es die aktuellen gesellschaftlichen Machtstrukturen, die diese Brutalisierung forcieren. Meist wird sie begleitet von entsprechend einseitiger, rechtfertigender Berichterstattung, die meist in die Richtung tendieren, dass die Demonstrationen immer gewalttätiger werden. Meine Beobachtungen sind in der überwiegenden Zahl der Fälle ganz andere!

Ich sehe immer wieder, wie die bestehenden Machtstrukturen mit marzialischem Auftreten Angst, Schrecken und dann Zerstörung verursachen. Statt behutsam vorzugehen und die friedlichen Menschen zu schätzen, werden diese meiner Meinung nach instrumentalisiert, indem sie krimininalisiert werden.

 

Und deshalb hier ein der ersten Kernaussagen dieses Blogs, von Hotstuff-Party!

Ihr Friedfertigen, Musizierenden, Tanzenden – Ihr seid Hotstuff. Hotstuff sind Menschen, die aus sich herausgehen und den Tanz des Lebens und der Freude – und des Widerstands – tanzen. Musik ist ein Zugang zur Seele. Musik lässt sie vibrieren und deshalb öffnet eure Arme und tanzt. Tanzt für die Liebe! Tanzt für die Freude am Leben! Tanzt mit euren Freunden! Tanzt, wenn ihr traurig seid. Tanzt, wenn eure Gefühle dort sind, wo ihr nie dachtet, dass sie einmal sein werden. Und tanzt, wenn ihr Widerstand zeigen wollt. Nehmt nur die Waffen der Musik, des Wortes und niemals, ganz gleich wie ihr auch provoziert werdet, echte Waffen. Denn das ist genau das, worin euch alle vorhandenen Machtstrukturen zunächst überlegen sind, denn sie verfügen über die Waffenarsenale und sie verwenden sie meist ohne Skrupel gegen alles, was ihre Strukturen beeinträchtigen könnte.Ausserdem ist es genau das, was diese Strukturen wollen. Sie wollen euren Sinn diskreditieren! Und sie wollen eure Ziele kriminalisieren!

Tanzt, weil der Tanz euch Kraft gibt!

Kraft für Widerstand, Kraft für euer Leben, Zuversicht und Hoffnung oder auch die Möglichkeit, Traurigkeit und Schmerz über Begebenheiten, die eurer Herz und eure Seele verdunkeln, zu verarbeiten.

Da, wo Musik gemacht wird, lasse Dich nieder! So heisst es in einer alten Volksweisheit. Und sie stimmt! Es ist eine der Wahrheiten dieses Lebens! Musik verbindet uns, tröstet uns, beschwingt uns. Musik bringt uns den Göttern näher. Und sie gibt uns eine der göttlichen Kräfte, denn sie zeigt uns für wenige Augenblicke, zu was der Mensch noch inder Lage ist, ausser Waffen zu bauen.

Wenn Menschen zusammen Musik machen, hören und sich dazu bewegen, wollen sie sich Kraft geben, ausgelassen feiern oder gemeinsam eine gute Zeit verbringen oder einfach nur Wesenheiten aus einer anderen Dimension rufen, heiligen und einladen, bei ihnen zu sein. Musik ist die internationale, globale wenn nicht sogar kosmische Sprache. Und sie ist eine universelle Ausdrucksweise, die ganz gleich welche Sprache du sprichst, Deine Seele anzusprechen in der Lage ist.

Allerdings, und das wissen wir alle, es kommt sehr darauf an, welche Texte die Lieder aufzuweisen haben. Hotstuff distanziert sich klar und deutlich von allen Musikrichtungen, die Repektlosigkeit, Menschenverachtung und ethnische Verunglimpfungen auch nur in homöopathischer Dosierung enthalten. Damit ruft man nur Kräfte, die zerstörerisch sind, und genau die will ich persönlich gar nicht! Und ihr sicher auch nicht. Dort, wo solche Musik gemacht wird, ist Zorn, Wut, Zwietracht – und Musik wird dann nur misbraucht als Instrument, um Menschen anzulocken und vielleicht sogar zu verführen und zu manipulieren.

Hotstuff-Party möchte euch einladen, neue Wege zu gehen. Hier im Speziellen Wege, die euch zu neuen Ufern führen, ohne dabei das zu tun, was die ganzen kreidefressenden Speichellecker und rücksichtslosen Volkszersetzer euch an die Backe heften wollen. Tanzt, denn Tanz ist auch Widerstand gegen diese übel riechenden Mächte, die für Geld ihre Mutter zur Hure machen würden! Tanzt! Ich freue mich, das euch so frei und unbekümmert mitteilen zu dürfen. Macht mir den Zorbas! Katzantakis hat mit diesem Roman Weltliteratur gemacht. Zorbas ist ein Sinnbild – lest es selbst und lasst euch mitreissen von dieser wundervollen Geschichte.

Lange reifte dieser Gedanke in mir und manches mal, wenn ich diese Zeilen lesen, denke ich:“Oh Mann, was Du nimmst, möchte ich auch haben!“. Mal im ernst. Es klingt schon echt etwas abgedrillt, oder?! Ich finde schon!

Hotstuff-Party ist ein Konzept für eine Lebensanschauung, die auf Respekt basiert. Respekt vor Deinem Nächsten, Respekt vor der Mitwelt. Aber Respektlosigkeit gegenüber denen, die versuchen, Dich zu manipiulieren und die Deine Mitwelt zerstören! Hotstuff sind nach meiner Anschauung Menschen, die sich zur lebensbejahenden Kraft bekennen und, wo auch immer, tanzen und damit Freude bereiten oder manches mal auch in Opposition gehen. Hotstuff ist, wenn Du FÜR das Leben, FÜR Deinen Nächsten bist, wenn Du also Liebe, Lust und Leidenschaft spürst, die in Dir dieses empathische Gefühl wecken, dass wir alle füreinander da sind und niemand darben soll.

Let´s have a party!

Ihr spürt es, ich spüre es – viele spüren es! Es bricht die neue Zeit an, die uns wegspülen wird wie ein Tsunamie die Küsten. In unserer Welt geschehen Dinge, die die Wendezeit kennzeichnen. Egal wo auf der Welt stehen die Menschen auf gegen Bevormundung, gegen Unterdrückung, gegen Beschämung. Gegen Unordnung, Unglauben, Unsicherheit. Das Klima kippt, wir erleben, dass die Natur Dinge tut, die uns zeigen, wie klein und unwichtig wir sind. Das Tohuwabohu in den Gesellschaften nimmt skurile Formen an! Und es ist ganz und gar nicht friedlich! Es ist zutiefst traurig! Menschen, Landschaften, Böden, Wasser, Luft – alles wird in Mitleidenschaft gezogen. Und wofür?! Für Geld! Was ist sauberes Wasser wert? Was ist ein gesunder Boden wert? Was ist saubere Luft wert?

Ganz gleich wo auch immer wir genau hinsehen. Für Geld werden die lebensgrundlegenden Werte zerstört, teilweise für Generationen wenn nicht für immer. Die Wendezeit ist in vollem Gange!

Ich persönlich sehe es so: Wir sind dabei!Es passiert!

Und es ist eine ganz grosse Party! Seid Marodeure, schliesst euch zusammen mit denen, die so denken wie ihr, habt Teil an der grossen Party. Tanzt und lacht! Nichts und niemand wird diese Party mehr stoppen können. Noch so viele Speichellecker in der EU und euren nationalen Bürokratien und politischen Volkszersetzungsgremien werden es nicht anhalten können. Tanzt sie nieder. Dröhnt denen eure Musik in die Ohren, die nur Wasserwerfer, Gasgranaten und Sicherheitskräfte auf euch hetzen, weil ihr Bäume erhalten wollt, Wale schützt oder das letzte Grün in eurer Stadt erhalten wollt. Tanzt den Tanz! Und wendet euch ab von den Gewalttätern. Femt sie mit Ignoranz und erzeugt Solidarität unter euch!

„Femenisiert“ und „Emannzipiert“  euch! Zeigt, wenn ihr wollt, nackte Haut für nackte Tatsachen!

Ihr wisst es, ich weiss es – viele wissen es! Es bricht eine neue Zeit an. In Russland verhaften sie schon grosse Kuschelbären, schlagen auf Avatare ein – in Italien, der Türkei und Griechenland schiessen Wasserwerfer auf RollifahrerInnen, Kriegsmarine rammt Walschützer, FRONTEC lässt Menschen auf der Flucht vor Armut sehenden Auges in den Fluten der Meere untergehen, in vielen Staaten, deren Hauptregligion der Islam ist, schlagen die Glaubensgruppen aufeinander ein, Demokratiebewegungen ertrinken im Blut derer, die an die Menschenrechte glauben!

DAS ist NICHT die neue Welt,

das ist die ALTE Welt.

Fegt sie weg, lacht sie in den Abgrund und erfreut euch an eurer Motivation, unsere andere und neue Welt zu gestalten. Vernetzt euch und kauft faire Handies, faire Nahrung – seid fair zueinander und laßt die Musik und den Tanz, die Kreativität in ihren vielen unendlichen Facetten zum Ausdruck kommen.

Das ist die 2. Message von Hotstuff-Party! Geht fair miteinander um!

Habt keinen Respekt mehr vor denen, die ganze Nationen in den Konkurs schicken, seid widerständig, wenn sie euch denunzieren, diffamieren, schlagen und mishandeln, denn ihr sitzt schon bald an der Seite dessen, der uns vor 2000 Jahren lehrte, dass es allemal besser ist, die Geldschneider aus dem Haus des Herrn zu werfen und zwar nachhaltig! Oder wo auch immer ihr sitzen werdet. Ich weiß es selbst nicht genau.

Eines aber weiß ich. Ich selbst glaube an diesen Menschen, der uns etwas wundervolles lehrte! Glaubt woran ihr wollt, doch lasst die zufrieden, die mit einer Giesskanne auf dem Kopf herumlaufen wollen, solange sie damit nur zeigen wollen, dass sie an die Macht der Giesskanne glauben. Eine Gießkanne auf dem Kopf ist nichts Bedrohliches. Genauso wenig wie ein Kopftuch. Wer damit seine Gefühle, seinen Glauben zum Ausdruck bringt, der will niemandem etwas böses, solange die KopftuchträggerInnen nicht beginnen, gegen die GießkannenträgerInnen zeternd und mobbend vorzugehen, nur weil sie Plastikkannen auf dem Kopf nicht moralisch einwandfrei finden. Gleiches Recht für Alle!

Jeder von uns ist ein wichtiger Teil dieser einen Welt – unserer Mutter Erde. Du bist es. Ich bin es und selbst der Polizist, der Dich schlägt ist es! Wir kennen alle nicht das Buch des Lebens, wir haben lediglich einen vagen Eindruck davon!

Fange bei Dir an und gehöre zum Hotstuff-Ensemble. Tanz und lache! Du bist Dir bewußt, dass die andere, dunkle, geldgeile Seite das nicht leiden mag – lache sie an und beuge Dich nicht! Und wenn sie Dich beugen, dann ertrage es und wir fühlen alle mit Dir und versuchen, Dir zu helfen damit Du wieder aufrecht sitzen und stehen kannst!

Hotstuff-Party ist eine Idee, nicht mehr und nicht weniger.

Feiert Parties in Frieden und Respekt und ihr werdet es selbst spüren – diese allumfassende Liebe wird euch durchströmen und zu euch sprechen und sie wird euch anlächeln! In der Solidarität liegt einer der Schlüssel zum Frieden. In der Solidarität liegt einer der Schlüssel zur Vernichtung. Ihr entscheidet, welche Form der Solidarität ihr für euch annehmt!

Die dritte Botschaft lautet deshalb: Seid solidarisch miteinander!

Das, meine lieben LeserInnen wünsche ich euch von ganzem Herzen! Und wenn unsere Körper schwächer werden und dem Gang alles Vergänglichen folgen, dann befreit sich nur der im Körper lebende  Geist und geht in der Seele ganz auf, die unsterblich ist. Und unsere Seelen wollen nur eines –  Liebe!

 

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Hotstuff-party Guide

If you´re interested in parties while you´re visiting the region of Braunschweig, Wolfsburg, Magdeburg please have a look here.

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